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Rügen Adebar macht sich rar im Kreis
Vorpommern Rügen Adebar macht sich rar im Kreis
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07:32 29.04.2016
Weißstörche auf ihrem Nest. Quelle: Matthias Bräse
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Bergen/Stralsund

Die Anzahl der Weißstörche nimmt im Landkreis Vorpommern-Rügen kontinuierlich ab. Gerade auf Rügen ist die Population in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen. 2015 zählte der Storchen-Regionalbeauftragte Matthias Bräse gerade einmal 16 Paare auf der Insel, die 24 Jungvögel großzogen. In den 1990er-Jahren waren es deutlich mehr. 1997 zählte Bräse 34 Storchenpaare und rund 80 Aufzuchten.

Auch auf dem Festland ist die Situation erschreckend. „Nördlich der B105 stehen die meisten Nester leer“, berichtet der Storchenbetreuer Eckhard Frädrich aus der Region Stralsund. Im Altkreis Nordvorpommern ist der Bestand im letzten Jahr von 113 Paaren im Jahr 2014 auf 108 Paare 2015 geschrumpft. Während die Zahlen in Deutschland ansteigen, ist der Bestand in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2004 und 2014 um 25 Prozent zurückgegangen.

Die Gründe für die unterschiedliche Entwicklung der Storchenzahlen in Deutschland sind unterschiedlich. Zum einen gehören die in Vorpommern lebenden Störche überwiegend zur Population der „Ost-Zügler“, die einen langen und gefährlichen Zugweg von Südost-Afrika über die Sinai-Halbinsel zurücklegen müssen. Die „West-Zügler“ haben kürzere Zugwege über Spanien und überwintern teilweise auch dort.

Ein weiterer Grund des Storchenschwunds liege im Wandel der Kulturlandschaft. „Die ganz jungen Störche fressen vor allem Insekten und Würmer“, erzählt Bräse. Genau das sei das Problem. „Die Landwirte benötigen heute jeden Meter Fläche, um rentabel wirtschaften zu können. Der Einsatz von Pestiziden ist längst normal.“ In dieser Landschaft bleibe zu wenig Futter für die Jungstörche übrig.

Von Ziebarth, Anne Friederike

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