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Rügen Torsten Zink: Kuh ist vom Eis –Akademie kommt
Vorpommern Rügen Torsten Zink: Kuh ist vom Eis –Akademie kommt
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17:14 02.11.2018
An der Tourismusakademie kann weitergearbeitet werden. Quelle: Jens-Uwe Berndt
Bergen

Grünes Licht für die Tourismusakademie am Bergener Bahnhof: Nach scheinbar verhärteten Fronten zwischen der Hotel Arkona Dr. Hutter e.K. und der Stadt Bergen im Streit über die Übernahme der Ausbaukosten für eine kleine Stichstraße, hat man jetzt eine Einigung gefunden. „Wir haben 45 Minuten zusammengesessen – und danach waren wir uns einig“, sagt der Vorsitzende des Bergener Bauausschusses, Torsten Zink (CDU/FDP-Fraktion).

Auf Zinks Initiative hin, war es vor einer Woche zu einem Treffen zwischen ihm, dem Bergener Bauamtsleiter Rainer Starke und zwei Vertretern der Dr. Hutter e.K. gekommen. Einer davon: der Bergener Bauingenieur Frank Mikolajtschik. „Mir ist es gehörig auf den Zünder gegangen, dass der Eindruck entstanden war, wir würden die Akademie nicht mehr wollen“, sagt Torsten Zink. „Dabei hatten wir einst einstimmig dafür votiert.“ Auch der jüngste Bauausschuss hatte zwischen dem Investor und der Stadt keine Annäherung gebracht, nachdem der Landkreis über die Baustelle an der ehemaligen Landwirtschaftsschule sogar einen Baustopp verhängt hatte (die OZ berichtete). Grund sei die fehlende Bereitschaft des Investors gewesen, einen Erschließungsvertrag zu unterzeichnen. „Das haben wir jetzt geklärt“, sagt Zink. „Der Vertrag wird abgeschlossen. Und wie ich hörte, ist der Planer schon dran und die Vereinbarung wird nächste Woche eingereicht. Für mich ist die Kuh jetzt vom Eis.“

Das bedeutet laut Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos), dass beim Ausbau der vakanten Straße keine Kosten auf die Stadt und somit auch nicht auf die Anwohner zukommen werden. „Das Treffen war sehr konstruktiv“, sagt sie. „Es wurde nicht über das Ob, sondern gleich über das Wie gesprochen.“ Torsten Zink sieht sich durch das Ergebnis des Treffens darin bestätigt, dass es – wie er sagt – nicht immer von Vorteil sei, jedes Problem in die Stadtvertretung zu tragen. „Manchmal ist ein kleiner Kreis, in dem Verantwortliche und Entscheidungsträger an einem Tisch sitzen, besser. Es ist einfach der kürzere Weg.“

In der Tourismusakademie sollen Hotel- und Gastronomie-Azubis künftig eine erweiterte Ausbildung erhalten. Dabei geht es laut Investor vor allem um Nachwuchsgewinnung für die Betriebe auf der Insel. Wegen der Finanzierung des Ausbaus einer Straße waren Investor und Stadt in Streit geraten. Kurzzeitig schien es sogar, dass das Projekt platzen würde.

Auch für die Zukunft der Bergener Stadtinformation im Benedix-haus schimmert Licht am Horizont. Auf der jüngsten regulären Stadtvertretersitzung war unter anderem über den „mangelnden Mehrwert der Stadtinfo-Arbeit“ für Bergen gemurrt worden. Nichtsdestotrotz hatten die Stadtvertreter der Bergen Touristik Service UG eine Aufstockung des städtischen Zuschusses bewilligt (die OZ berichtete). Allerdings mit der Maßgabe, den Vertrag mit der Gesellschaft neu auszuhandeln. Das ist laut Klaus-Dieter-Götz, UG-Prokurist, geschehen. „Anfangs sprachen wir über einen Fünf-Jahres-Vertrag“, sagt Götz. „Mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr fanden wir es aber ungünstig, wenn die neugewählten Entscheidungsträger gleich mit einem langjährigen Vertrag in ihre Arbeit gehen sollten.“ Also – so Götz – habe man sich für eine Übereinkunft für ein Jahr entschieden, die bereits mit einer höheren Unterstützungssumme als den 2017 veranschlagten 40.000 Euro bedacht worden sei. „Die Leistung für die Bergener Stadtinfo wird 2019 dann neu ausgeschrieben“, sagt der Prokurist weiter. „Und wir werden uns auf jeden Fall an dieser Ausschreibung beteiligten. Sonst hätten wir uns auf die Vereinbarung über das eine Jahr gar nicht eingelassen.“

Bürgermeisterin Anja Ratzke weist darauf hin, dass der Vertrag mit der Bergen Touristik Service UG derzeit lediglich einen Entwurf darstellt und erst der Stadtvertretung zum Beschluss vorgelegt werden muss. Am 15. November soll dann darüber abgestimmt werden.

Klaus-Dieter Götz spricht bereits von einer neuen Qualität der Arbeit. „Wir haben noch einmal richtig Geld in die Hand genommen und werden in der nächsten Woche an der Reisemesse in Bremen teilnehmen“, sagt er. „Das ist ein ganz anderes Kaliber als zum Beispiel eine Messe in halle.“ Auch seien weitere Leistungen in den Angebotsumfang der Bergen Toursitik Service UG eingeflossen, die bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen.

Jens-Uwe Berndt

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