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„Alle brennen für den Festpielfrühling“

„Alle brennen für den Festpielfrühling“

Mehr als 5000 Besucher erlebten eine abwechslungsreiche Festivalwoche / Intendant Markus Fein sieht diese auf der Insel bestens etabliert

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Sagen Adieu nach fünf Jahren künstlerischer Festspiel-Leitung: Das Fauré-Quartett (v.l.) mit Sascha Frömbling (Viola), Erika Geldsetzer (Violine), Konstantin Heidrich (Violoncello) und Dirk Mommertz (Klavier). Sie hatten wieder bejubelte Auftritte während der Konzert-Reihe.

Quelle: Geert Maciejewski

Sellin. Markus Fein (44) ist seit 2014 Intendant der Festspiele MV. Im Interview bilanziert er den 5. Festpielfrühling Rügen, der vom 11. bis 20. März lief, verrät das Geheimnis des Erfolgs und spricht über künftige Vorhaben.

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Mehr als 5000 Besucher erlebten eine abwechslungsreiche Festivalwoche / Intendant Markus Fein sieht diese auf der Insel bestens etabliert

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Der Festspielfrühling Rügen 2016 — wie war er?

Dr. Markus Fein: Eine Sternstunde, die zehn Tage angedauert hat. Wir erlebten die Woche wie im Rausch. Und hatten eine große Unterstützung durch die Insel, die Kooperationspartner, die Musiker. Alle brennen für den Festspielfrühling.

Was waren ihre persönlichen Veranstaltungshöhepunkte?

Fein: Die FQ Lounge in Baabe (Musik und Gespräche mit Künstlern, Anm. d. R.) war die bisher beste Veranstaltung dieser Art. Und der Liederabend mit Annette Dasch hat mir sehr gut gefallen.

Aber auch der Chansonabend mit Dominique Horwitz in Göhren war umwerfend und das Eröffnungskonzert mit dem Fauré Quartett im Putbuser Marstall.

Es gibt wieder einen neuen Rekord mit 5000 Besuchern. Zufrieden?

Fein: Das ist eine rhetorische Frage (lacht). Es ist natürlich höchst erfreulich, dass fast alle Veranstaltungen ausverkauft waren. Der Festspielfrühling ist längst auf der Insel angekommen und hat sich etabliert. Dafür arbeiten wir hart. Es ist wunderbar zu sehen, wie begeistert die Menschen sind, allein in Göhren waren 800 Besucher. Wir haben auch viele Kinderprogramme, gehen mit den Künstlern in die Schulen, um schon die Kleinsten zu gewinnen.

Und das seit fünf Jahren mit Erfolg. Worin liegt sein Geheimnis?

Fein: Wir geben ein Qualitätsversprechen, das wir auch einhalten. Das schafft bei den Gästen Vertrauen. Und wir bleiben nicht stehen. Wir verbinden hochwertige Kultur mit großer Offenheit und persönlicher Nähe. Die Leute spüren die Herzlichkeit und die Emotionalität. Die Verbundenheit mit den Orten und den Menschen, wo man spielt. Die Künstler lernen ihr Publikum kennen und sie spielen besonders gut für diese Menschen.

Haben die Künstler bei dem vollen Terminplan Zeit gehabt, die Insel etwas kennenzulernen?

Fein: Zeit für einen Spaziergang oder ein Bad in der Ostsee schon, aber nicht für Urlaub. Doch das Inselfeeling ist zu spüren, das Einfluss darauf hat, wie sie hier spielen. Das ist etwas ganz anderes, als in der Großstadt. Und durch das Festival selbst und die Zugaben an vielen verschiedenen Orten lernen sie die Insel kennen und lieben. Viele bringen auch ihre Familie mit.

Sie auch?

Fein: Ja, meine Frau ist auch wieder mitgekommen. Und diesmal auch mein elf Monate alter Sohn.

Nach fünf Jahren gibt das Fauré Quartett die künstlerische Leitung ab, wer übernimmt den Taktstock?

Fein: Ein anderer Festspielpreisträger: Der Bratscher Nils Mönkemeyer, der regelmäßig bei den Festspielen zu Gast ist und zu den besten Musikern unserer Zeit zählt. Er ist ein mitreißender und sympathischer Künstler, der auf das Publikum zugeht und es mit einbezieht. Er wird ein Jahr die künstlerische Leitung übernehmen und dann immer abwechselnd ein anderer Preisträger.

Das Fauré Quartett bleibt den Festspielen aber treu?

Fein: Ja, auf jeden Fall. Das ist ja das Prinzip der Festspiele: Das sind unsere Preisträger, das ist unsere Festpielfamilie. Die Musiker sind im Rahmen der Adventskonzerte im Dezember in Ulrichshusen und Stolpe zu erleben.

Worauf können sich die Zuschauer auf Rügen zum Frühlingsfestival vom 17. bis zum 26. März 2017 freuen?

Fein: Auf prominente Gäste und Festspielpreisträger wie Matthias Schorn, Veronika Eberle, Meret Becker und das Tango Ensemble Quadro Nuevo und mehr als 20 Konzerte und Begleitveranstaltungen.

Wird es wieder ein spezielles Thema geben?

Fein: Es wird verschiedene Themen geben, verschiedene kleine Programminseln, aber kein Generalthema.

Und neue Spielstätten?

Fein: Bei den Spielstätten sind wir limitiert auf der Insel. Und wir haben herrliche, die wir sonst rausnehmen müssten.

Was ist ihre Liebslingsspielstätte?

Fein: (überlegt eine Weile): Das Gutshaus Boldevitz, ja, da find ich es am schönsten.

Wenn wir in diesen Festspielsommer schauen, was können Sie da gleich empfehlen?

Fein: Das Wandelkonzert mit jungen Akademisten der Staatskapelle Dresden am 14. August. Das startet auf der Selliner Seebrücke, dann fahren Musiker und Besucher mit dem Rasenden Roland zum Jagdschloss, wo es weitergeht.

Spielen sie selbst ein Instrument?

Fein: Ja, Klavier und Geige, aber ich komme leider kaum noch dazu.

Besucherrekord bei der fünften Auflage

5000 Gäste besuchten das Frühjahrsfestival der Festspiele Mecklenburg- Vorpommern — so viele wie nie zuvor.

22 Konzerte und Begleitveranstaltungen, von denen 17 ausverkauft waren, erstreckten sich auf 14 Spielstätten an neun Orten auf Rügen. Ein musikalischer Ausflug führte auf die Nachbarinsel Hiddensee.

Unter der künstlerischen Leitung des Fauré Quartetts gestalteten 20 Künstler und Ensembles — darunter Matthias Schorn, Dominique Horwitz, Annette Dasch, Nicolas Altstaedt und Katja Riemann — ein Programm rund um die vier Elemente in Musik und Literatur.

Von Interview von Gerit Herold

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