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Rügen Alles umsonst: Rekordburg eingestürzt
Vorpommern Rügen Alles umsonst: Rekordburg eingestürzt
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00:01 07.06.2017
Wir haben viel Energie hineingesteckt und die Künstler Herz und Seele.Thomas van den Dungen Veranstalter
Binz

Schade, schade, schade: Um 11.27 Uhr zerplatzte der Traum. Die 16 Meter hohe Sandburg stürzte in sich zusammen. Es sollte die höchste der Welt werden und am 10. Juni Eingang in das Guinness- Buch der Rekorde finden. Nun scheint alle Arbeit und Mühe vergebens. Als die letzte der 18 Verschalungen abgenommen wurde, hielt die Sandburg nicht stand.

Die 16 Meter hohe Sandburg von Binz fällt kurz vor der Fertigstellung in sich zusammen – Damit wird es keinen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde geben / Neuer Versuch ist geplant

„Wir sind alle sehr traurig“, schilderte Bianca Lohr, Pressesprecherin des Sandskulpturen-Festivals in Binz, die gedrückte Stimmung auf der Binzer Festwiese. Dort sucht man nach möglichen Erklärungen. War es zu viel Druck? Zu viel Wasser oder zu wenig? Am Regen habe es auf keinen Fall gelegen. „Der war kein Problem. Es war einfach Pech, wenn jeder einen Weltrekord einfach so aufstellen könnte, dann wäre es ja nichts Besonderes mehr“, so Lohr.

Enttäuscht zeigte sich Veranstalter Thomas van den Dungen: „Wir haben so viel Energie hineingesteckt und die Künstler Herz und Seele. Wir hatten schon viele internationale Anfragen, die die Bilder dann haben wollten“. Doch der Holländer ist auch realistisch. „Wir arbeiten mit einem Naturprodukt und wussten, dass etwas schiefgehen kann.“ Für van den Dungen wäre es der vierte Weltrekord gewesen.

Nach der längsten Sandburg 2011 in Glowe steht auch die höchste per Hand gebaute Sandburg und die meisten in einer Stunde gebauten Sandburgen (beide 2013 in St. Peter Ording) in den Annalen von Guinness World Records.

„Es ist sehr schade und sehr zu bedauern. Wir haben davon auf Facebook erfahren“, erklärte Marikke Behrens von der Kurverwaltung Binz. Der Weltrekordversuch sei eine tolle Geschichte, die auch die Sandskulpturen-Ausstellung noch mehr in den Fokus gerückt habe.

Mitte Mai waren die technischen Vorbereitungen für den Bau der Riesensandburg in Binz gestartet. Zuerst wurden die Sandblöcke gepresst und aufeinandergestapelt. Sogar ein Kran kam zum Einsatz. Die Burg durfte ausschließlich mit Sand und Wasser gebaut werden und keinerlei Stützen im Inneren enthalten. Für ein stabiles Fundament hatte die Burg einen Boden von 25 Metern Durchmesser. Ein internationales Team von 18 Leuten stemmte den Mammutbau. Seit Tagen werkelten die Künstler.

„Der Weltrekord sollte ein Extra für die Ausstellung, für Binz, für Rügen sein“, betont Thomas van den Dungen. Doch das jetzt noch etwas zu retten ist, glaubt er nicht. Eine sechsstellige Summe ist in das Vorhaben geflossen, in die Technik, die Künstler, die Anmeldung für den Weltrekord.

Der jetzige Versuch soll auf keinen Fall der letzte bleiben: „Wir probieren es ganz sicher noch einmal im nächsten Jahr, die höchste Sandburg der Welt zu bauen. Es ist wie mit der holländischen Fußballmannschaft: Verlieren macht uns stark“, hat van den Dungen seinen Humor behalten. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir den Weltrekord das nächste Mal schaffen.“

Der aktuelle Rekord liegt bei 14,86 Metern und wurde im Februar dieses Jahres in Indien aufgestellt.

Größen der Musikgeschichte

Das 8. Rügener Sandskulpturen-Festival in Binz (Festwiese am Ortseingang, Proraer Chaussee 15) ist noch bis zum 5. November zu besichtigen. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Liebe zur Musik". Aus 16000 Tonnen Sand haben Künstler aus Russland, Weißrussland, Estland, Lettland, Ungarn, Polen und Holland Szenen und Figuren aus dem Bereich Musik modelliert. Mit dabei sind Robbie Williams, Madonna, David Bowie, Prince und Michael Jackson, aber auch deutsche Musiker wie Andrea Berg, Nena, Roy Black und Rammstein sowie klassische Komponisten.

Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr.

Gerit Herold

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