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„Alte Dame“ hat ein paar Lachfalten mehr

Bergen „Alte Dame“ hat ein paar Lachfalten mehr

Die Festwoche zum 100-jährigen Bestehen des Arndt-Gymnasiums sorgte für Frohsinn. Sonnabend klang sie aus.

Bergen. Punkt 19.13 Uhr wurde am Sonnabend der Jubiläumsball zum 100. Geburtstag der Bergener Arndt-Schule eröffnet. Unter den Gästen des Abends auch zwei Personen, die an diesem Tag für besondere Verdienste um diese Schule mit der Ehrenmedaille des Ernst- Moritz-Arndt-Gymnasiums geehrt worden waren: Kristine Kasten, die ehemalige stellvertretende Schulleiterin, und Ulrich Dinse, der über viele Jahre den Förderverein geleitet und mit anderen Schulfreunden Spenden für die Ausstattung der Schule gesammelt hat. Der 86-Jährige appellierte an die Ehemaligen, sich mehr für diese traditionsreiche Bildungseinrichtung einzusetzen.

Viele ehemalige Schüler hatten den Tag der offenen Tür genutzt, um ihrem EMA-Gymnasium einen Besuch abzustatten und sich an alte Tage zu erinnern — wie Margot Schardin, die sich am Vormittag mit ihrem Mädchennamen vorstellte und auf ihrem Auto stolz den Aufkleber „Abi 1955“ über die Insel fährt. „Den haben mir meine Enkel verpasst“, verriet sie lachend. Und noch einen Sticker hat sie an der blauen Karosse: „Der Greis ist heiß“. „Passt irgendwie auch zum alten Gymnasium“, meinte eine andere Besucherin.

Denn die Schule, die „alte Dame“, hat viele Brüche und Umbrüche überstanden und Schönheitsoperationen hinter sich, auch gewisse Vergrößerungen und zwei Fusionen. „Das Schülerlachen und viele Projekte halten sie jung“, sagte Kristine Kasten, die hier in den 60er Jahren ihr Reifezeugnis erhalten hat. „Hinter uns liegt eine gelungene Festwoche, die unserer Hundertjährigen ein paar Lachfalten mehr ins Gesicht gezaubert hat.“ Schüler hatten sich in Kunstprojekten mit aktuellen Themen auseinandergesetzt, das Festprogramm einstudiert, den Tag der offenen Tür vorbereitet, viel geprobt und noch mehr umgeräumt und aufgebaut.

Schon zur Einweihung im Jahr 1913 stand die Schule im Fokus aller gesellschaftlichen Schichten. So heißt es im ersten Jahresbericht: „Am 30. Juni 1913 (die eigentliche Geburtsstunde der Schule war aber der 1. April) fand gelegentlich der Feier des 300jährigen Bestehens der Stadt Bergen die feierliche Einweihung der neuen Schule statt. Anwesend waren der Landrat, Vertreter der Königlichen Regierung und des Kreisausschusses, der Bürgermeister und die städtischen Körperschaften…“ Auch zum 100-jährigen Bestehen hatten sich Ehrengäste eingefunden, unter ihnen Landrat Ralf Drescher, (CDU) der der Schule einen Spitzenplatz im Landkreis Vorpommern-Rügen bescheinigte und die Leistungen der Lehrer und Schüler mit herzlichen Worten würdigte. Für Andrea Köster (CDU), Bürgermeisterin von Bergen, Kreistagspräsidentin und Schirmherrin der Festwoche, hat die Schule nun 100 Jahre der 400-jährigen Stadtgeschichte geprägt. Symbolisch überreichte Köster dem Schulleiter Christoph Racky die Stadtfahne und verwies darauf, dass ab jetzt Kunstwerke der Gymnasiasten im Stadtbild von Bergen zu finden sind.

Holger Vonberg

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