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Rügen Anforderungen erfüllt: Prora ist anerkannter Erholungsort
Vorpommern Rügen Anforderungen erfüllt: Prora ist anerkannter Erholungsort
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18:58 17.08.2018
Caroline Eiberg (39) aus Lahr bei Freiburg genießt mit ihren Kindern Greta (7) und Henric (3) den Urlaub in Prora. Quelle: Mathias Otto
Prora

Prora ist offiziell zum staatlich anerkannten Erholungsort ernannt worden. Alle Voraussetzungen sind erfüllt. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) überreichte gestern die Ernennungsurkunde an Bürgermeister Karsten Schneider (Pro-Binz). Damit gehört Prora zu den 65 Seebädern und Erholungsorten in MV. Eine weitere gute Nachricht für den Badeort: Das Land beteiligt sich am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums. Der Wirtschaftsminister ist sich sicher: „Binz und Prora werden einmal die Leuchttürme für Rügen sein.“

Minister Harry Glawe übergab die Ernennungsurkunde. Mit diesem Titel kann Prora eine Kurtaxe und eine Fremdenverkehrsabgabe erheben.

„Heute ist ein guter Tag für Prora“, sagt der Bürgermeister. „Alle Kriterien wie Klima, zur Luftqualität, zum Umgebungslärm und Übernachtungszahlen sind erfüllt. Und wer vom Festland kommt, wird gleich merken, dass die Luft auf der Insel Rügen besonders gut ist“, sagt Schneider. Dieses Qualitätssiegel für Urlauber und Tagesausflügler erfordert eine gute touristische Infrastruktur und berechtigt damit die Gemeinde, eine Kur- sowie Fremdenverkehrsabgabe zu erheben. Bevor dort aber Urlauber oder aber Personen, die einen Vorteil vom Tourismus haben können, zur Kasse gebeten werden können, muss zunächst eine entsprechende Satzung erarbeitet werden. Geplant ist, dass diese Satzung am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Über die Höhe gibt es allerdings noch keine Informationen.

In den vergangenen Jahren habe Prora aus Sicht des Bürgermeister viele unterschiedlichen Entwicklungen genommen. Unter anderem wurden drei Rettungstürme am Strand von Prora gebaut und der Ort mit einer Promenade an Binz angeschlossen.

Damit Prora in fünf Jahren ein „pulsierender Ort sein wird“, wie Karsten Schneider es beschreibt, muss noch viel angepackt werden. Um den nächsten angestrebten Titel „Seebad“ zu erhalten, gibt es noch zusätzliche Kriterien, die erfüllt werden müssen. Schneider spricht etwa von einer Marina in Prora. Dieses Bauwerk könnte eine prägende Funktion haben, die der Ort braucht. „Wir müssen verschiedene Punkte zusammentragen. Welches Betreibermodell soll es sein? Wie groß soll die Marina werden? Dies sind Fragen, mit denen wir uns beschäftigen müssen. In diesem Jahr wurden bereits Messbojen ausgelegt, um die Strömungsverhältnisse bestimmen zu können.

Um den nächsten Titel zu bekommen, müssen beispielsweise auch die 14 Küstenkilometer bis nach Mukran infrastrukturell verbunden werden, wie es Kurdirektor Kai Gardeja beschreibt. „Für die Seebad-Zertifizierung fehlen aber noch wichtige Faktoren wie Einzelhandel, Ärzte und Parkflächen. Außerdem möchten viele Gäste nicht nur baden gehen, sondern haben auch einen Bildungsanspruch. Also müssen wir diesen Bereich auch verbessern“, sagt er.

Ein gute Nachricht kam gestern auch noch vom Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann: MV beteiligt sich wie auch der Bund mit jeweils 3,4 Millionen Euro am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums im Block V des Gebäudekomplexes in Prora. „Es ist wichtig, die Geschichte dieses Ortes an jüngere Generationen weiterzugeben. Dieser Ort zeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in einem freien und demokratischen Land leben“, so Dahlemann.

Otto Mathias

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