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Rügen Arbeitslose: Rügens Quote bleibt einstellig
Vorpommern Rügen Arbeitslose: Rügens Quote bleibt einstellig
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00:00 01.12.2017
Bergen

Die gute Nachricht zuerst: Auch im November ist die Arbeitslosenquote einstellig geblieben. 8,8 Prozent stehen für den vergangenen Monat zu Buche.

Im Vorjahr lag die Quote noch bei 10,7 Prozent. Die schlechte Nachricht: Im aktuellen Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen von Oktober auf November um 772 auf 2971 Personen gestiegen.

„Wenig ungewöhnlich“, sagt Jürgen Radloff dazu. Und der Chef der Arbeitsagentur Stralsund ergänzt: „Mit einer solchen Zunahme hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerechnet. Ende Oktober endet für die Betriebe aus dem Tourismusgewerbe die Hauptsaison. Im November sind dann viele Arbeitnehmer aus diesem Bereich bereits arbeitslos gemeldet.“

Denn traditionell sei der Tourismus – Hotel- und Gastronomiebereich sowie Handel – der Wirtschaftsbereich mit den aktuell höchsten Steigerungen in der Beschäftigungslosigkeit. Deutlich werde dies auch bei einem Blick in die einzelnen Regionen des Agenturbezirkes. So würden die beiden Tourismusgebiete die mit Abstand stärkste Zunahme der Beschäftigungslosigkeit verzeichnen. Neben den bereits genannten 772 mehr Frauen und Männer ohne Job (plus 35,1 Prozent) soll in der Agenturgeschäftsstelle Ribnitz-Damgarten, zu der auch die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gehört, ein Anstieg um 424 Personen zu verzeichnen gewesen sein. Das sind immerhin 24,5 Prozent mehr als im Oktober. „Betrachtet man beide Regionen zusammen, machte dieser Anstieg in den Tourismusregionen über 87 Prozent am Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region insgesamt aus“, macht Jürgen Radloff deutlich.

Neben dem Tourismus sorgten aber auch noch andere Wirtschaftsbereiche für eine Zunahme der Beschäftigungslosigkeit. So registrierte auch das produzierenden Gewerbe, der Bereich Verkehr und Logistik sowie das Baugewerbe steigende Arbeitslosenzahlen. Im Vergleich zum Tourismus seien diese Steigerungen aber eher gering ausgefallen.

Auf der Insel Rügen waren im vergangenen Monat mehr Männer als Frauen ohne Job. 1513 auf der einen stehen dabei 1458 auf der anderen Seite gegenüber. Der Großteil der Arbeitslosen ist 50 und mehr Jahre alt.

Im vergangenen Monat ist die Arbeitslosigkeit im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Stralsund angestiegen. 10580 Männer und Frauen sollen zwischen dem Kap Arkona und dem Trebeltal derzeit ohne Job sein. Das sind 1366 mehr als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Vorpommern-Rügen soll nach Angaben der Arbeitsagentur bei 9,3 Prozent liegen. „Das ist für die Jahreszeit doch schon ein ungewöhnlicher Wert“, macht Radloff in diesem Zusammenhang deutlich. Denn im November 2016 habe die Quote noch bei 10,8 Prozent gelegen. 12148 Personen waren damals zwischen dem Kap Arkona und dem Trebeltal arbeitslos gemeldet. „Das waren 1568 mehr als im aktuellen Berichtsmonat“, sagt Radloff.

Chris-Marco Herold

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