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Arzt erinnert sich an Fall der ertrunkenen Juliane

Sassnitz Arzt erinnert sich an Fall der ertrunkenen Juliane

Mediziner: Das Kind ist bei Einlieferung ins Krankenhaus bereits „sicher tot“ gewesen / Mutter beharrt auf Exhumierung

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Christa Steenvoorden beharrt auf der Öffnung des vermeintlichen Grabes ihrer Tochter

Quelle: Christine Zillmer

Sassnitz. Seit Christa Steenvorden ihre Zweifel am Tod ihrer Tochter in verschiedenen Medien öffentlich geäußert hatte, beschäftigt das Schicksal des Sassnitzer Mädchens viele Menschen auch über die Grenzen der Insel hinaus. Das dreieinhalbjährige Kind soll 1977 während eines Aufenthalts bei seinen Großeltern in der Badewanne ertrunken sein. Christa Steenvoorden bezweifelt das mittlerweile und sucht nach Hinweisen, dass ihr Kind lebt.

 

Oder starb Juliane doch bei dem geschilderten Unglück? Ein Arzt, der jahrelang am Sassnitzer Krankenhaus arbeitete, kann sich noch an verschiedene Details erinnern. Er habe seinerzeit die so genannte Erstbehandlung vorgenommen. Allerdings sei das Kind schon bei der Einlieferung ins Krankenhaus tot gewesen.

Von der Existenz des Arztes will der Rechtsbeistand von Christa Steenvoorden schon länger gewusst haben. Jan Zilinski hält es jedoch für denkbar, dass der Mediziner Teil der Verschwörung gewesen sein könnte. Unter anderem habe der Totenschein falsche Geburts- und Sterbedaten enthalten. Christa Steenvoorden erhofft sich daher weiterhin Aufschlüsse von einer Exhumierung.

Das bringt Bürgermeister Frank Kracht und seine Kollegen von der Stadtverwaltung in die Zwickmühle. Die Totenruhe sei in der Bundesrepublik auch rechtlich ein hohes Gut, das besonderen Schutz genießt. Aus diesem Grund habe man die nächsthöhere Instanz angerufen. Vom Oberverwaltungsgericht erhoffen sich die Sassnitzer jetzt, dass es eine Lösung aufzeigt, wie die Gesetzeslage und das Interesse der Mutter in Übereinstimmung gebracht werden können.

Driest Uwe

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