Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Attraktive Technik für das Ehrenamt
Vorpommern Rügen Attraktive Technik für das Ehrenamt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:10 15.04.2018
Innenminister Lorenz Caffier (re.) inspiziert mit Burkhard Lenz (li.) und Dierk Hansen vom THW das von ihm gesponserte Quad. Quelle: Foto: Uwe Driest
Bergen/Putbus

„So ein Quad hätten wir uns aus eigenen Mitteln nicht leisten können“, freute sich Heiko Blath, Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW) in Bergen. Das kleine Geländefahrzeug kann nebst Anhänger, Gabelstapler und eines Hochdruckreinigers nun aus Mitteln des umstrittenen Strategiefonds der Landesregierung angeschafft werden. Die mit 17 500 Euro seit Gründung des Rügener THW vor 20 Jahren größte Zuwendung übergaben Innenminister Lorenz Caffier und der Abgeordnete Burkhard Lenz (beide CDU) dem Ortsverband in Tilzow.

Die Technik soll auch und vor allem die Bedienung einer großen Drehkolbenpumpe erleichtern, die dem Ortsverband von der Bundesebene in Kürze zugeteilt werden wird und die bis zu 1600 Kubikmeter Wasser pro Stunde befördern kann. Mit Quad, Anhänger und Gabelstapler sollen dann die bis zu 80 Kilogramm schweren Schläuche auch in unwegsamem Gelände befördert werden. Bei der Pumpe soll es sich um die größte THW und im Katastrophenschutz deutschlandweit handeln.

„Es kommt selten vor, dass das Land den Bund fördert“, kommentierte Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Das THW ist eine Bundesanstalt, die jedoch nur ein Prozent der Mitarbeiter hauptamtlich beschäftigt. Der Rest ist ehrenamtlich tätig, so die 20 aktiven Männer und Frauen der Rügener Gruppe. Grund für den Innenminister, einmal mehr die Bedeutung des Ehrenamts für das Zusammenleben gerade im ländlichen Raum zu betonen. „Nicht zuletzt, um Nachwuchs zu begeistern, ist es wichtig, über attraktive Technik zu verfügen“, so Caffier.

Die Anwesenheit des Ministers nutzten die THW-Funktionäre für eigene Hinweise. So informierte der Landesbeauftragte des THW, Dierk Hansen, über den geplanten Neubau der Station und wies auf die Notwendigkeit der Sanierung auch der Zufahrt der Liegenschaft hin.

Heiko Blath machte auf Probleme aufmerksam, die durch unterschiedliche Zuständigkeiten von Bund und Land entstünden. „Wir werden in manchen Fällen nicht angefordert, obwohl wir die geeignetere Technik hätten.“ So könnte es im Falle des Großbrands vor einem Jahr in Schwarbe bei Altenkirchen gewesen sein, wo die Feuerwehr einen Pendeldienst für die Wasserzufuhr einrichten musste.

Bei einem zweiten Termin am selben Tag übergab der Innenminister einen Zuwendungsbescheid über 25 000 Euro an die Freiwillige Feuerwehr in Putbus für die Anschaffung eines Schlauchbootes samt Trailer. Gemeindewehrführer Sebastian Götte, der zugleich Hafenmeister der Stadt ist, betonte die Verantwortung für den großen küstennahen Bereich zwischen Altkamp und Klein Stresow im Gemeindegebiet. Götte: „Zu Einsätzen im Hafen Lauterbach mussten bislang die Wehren aus Breege und Schaprode anrücken, die auch über Ölsperren verfügen.“ Fünf Kameraden haben bereits einen Bootsführerschein, weitere fünf sollen ihn noch erwerben.

Uwe Driest

Greifswald/Stralsund - Die Retter aus dem Hauttumorzentrum

Stralsunder litt an schwarzem Hautkrebs auf dem Kopf. Greifswalder Ärzte kombinierten Behandlungen und bekämpften den Krebs so erfolgreich.

15.03.2018

Die 3,7 Kilometer lange Strecke soll ab Sommer 2019 befahrbar sein / Durchradeln von Bergen bis Klein Zicker dann möglich

15.03.2018

Die Zahl der Brutpaare geht weiter zurück – 95 sind es in Vorpommern-Rügen. Gute Nachricht: Erste Vögel sind aus dem Winterquartier zurück.

15.03.2018