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Rügen Auf Holzmöbeln an der Düne den Meerblick genießen
Vorpommern Rügen Auf Holzmöbeln an der Düne den Meerblick genießen
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00:05 30.05.2017
So ähnlich könnte es auch am Südstrand einmal aussehen. Ein Urlauber hat es sich auf einer Promenaden-Liege gemütlich gemacht, hier in Niendorf an der Lübecker Bucht. Quelle: Foto: Sabine Letzel

Die Promenade vom Selliner Südstrand bis nach Baabe soll ein neues Flair bekommen. Gäste sollen künftig auf hölzernen Bänken und Liegen direkt an der Düne den Blick auf das Meer genießen können. Alle einhundert Meter soll eine Lounge – insgesamt fünf – zum Verweilen einladen. Die Flaniermeile entlang der Strandes soll aus einer Kombination mit Holz und Granit gestaltet werden. In das neue Konzept sollen auch die vorhandenen gastronomischen Einrichtungen mit eingebunden werden.

Die ersten Ideen für die Neugestaltung der Promenade stellte Kurdirektorin Adriana Zawisza auf der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses der Gemeinde vor. Hintergrund für den „Südstrand-Umbau“

seien vor allem Beschwerden von Urlaubern über den Zustand der derzeitigen Promenade. Der sei wenig einladend. Zudem wollen die Selliner Gemeindeväter zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Seit Jahren ist ein neuer Radweg entlang der Promenade zwischen Göhren-Baabe-Sellin geplant, um die Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu beseitigen. Bauherr des Projektes ist das Amt Mönchgut-Granitz. Der erste, 2,4 Kilometer lange Abschnitt von Göhren nach Baabe ist bereits realisiert worden. Für den weiteren Ausbau stehen Fördermittel vom Land bereit. Nun sollen beide Vorhaben – Radweg und Promenade – unmittelbar hintereinander angepackt werden. Zuerst wird der Radweg umgestaltet.

„Ich denke, wir werden mit der Promenade dann im nächsten oder übernächsten Jahr anfangen“, informierte die Kurdirektorin. Die Planungen laufen auf Hochtouren. „Für den „neuen“ Radweg soll künftig die jetzige alte Promenade genutzt werden, die neue Promenade wird dann daneben zwischen Radweg und Düne gebaut“, so Adriana Zawisza. Es habe bereits Gespräche mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) gegeben. Die neue Promenade entstehe in einem Bereich, der noch nicht als Küstenschutzdüne gelte. Zwischen Promenade und Radweg soll ein bepflanzter Abstand eingeräumt werden, damit eine räumliche Trennung von Fußgängern und Radlern gewährleistet wird.

Im Zuge der Neuausrichtung am Südstrand ist auch geplant, einen neuen Rettungsturm zu errichten – und zwar in Höhe des Seetanglagers, wo sich auch ein betonierter Strandabgang für (Rettungs)Fahrzeuge befindet. Weiterhin soll auch auf der Hälfte der Promenade zwischen Gastsstätte „Kleine Melodie“ in Sellin und der Gaststätte „Inselparadies“ in Baabe ein neues WC-Gebäude entstehen. Die Kosten für die neue Flaniermeile wird derzeit auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Dafür sollen Fördermittel beim Schweriner Wirtschaftsministerium eingeworben werden. Bauherr ist der Kommunale Eigenbetrieb Kurverwaltung Sellin.

„Die Promenade ist derzeit wenig repräsentativ. Wir sollten keine Flickschusterei betreiben und nicht nur einen neuen Radweg ausbauen neben einem alten, abgewrackten Weg“, stimmte Ausschussvorsitzender für die Pläne. Ausschussmitglied Matthias Scheibe betonte, dass es wichtig sei, auch Möglichkeiten zu schaffen, wo Fahrräder abgestellt werden können. Jetzt würden die Räder oft an den Draht der Strandzugänge und Düne gelehnt. Auch regte er an, dass neue Kiefern gepflanzt werden sollten, da diese so genannten Windflüchter am Strand Hingucker seien. Bei aller Begeisterung für die neuen Pläne wurden aber auch Bedenken geäußert hinsichtlich der Dünennähe und möglicher Sturmflutauswirkungen. Zudem sollten die Sitzgelegenheiten, weil ständig Wind, Wasser und Wellen ausgesetzt, aus Kunststoffholz gefertigt werden.

Die Promenade vom Selliner Südstrand in Richtung Baabe wurde Anfang der 90er Jahre gepflastert. Damals war angedacht, sie breiter zu gestalten, damit auch Radfahrer die Trasse nutzen können.

Auch sollte die Bäderbahn die ganze Strecke langfahren können. Das Vorhaben hatten die Behörden aber seinerzeit abgelehnt, informiert Bürgermeister Reinhard Liedtke.

Radfahren auf der Promenade verboten

Für den weiteren Ausbau des Radweges Göhren-Baabe-Sellin entlang der Promenade stehen Fördermittel zur Verfügung. Das erste Teilstück zwischen Baabe und Göhren wurde bereits im April 2013 begonnen und nach längerer Zwangspause im Sommer 2014 fertiggestellt. Es hatte Probleme mit dem neuartigen Wegebaustoff Elaston gegeben. Für den Abschnitt Baabe-Sellin war Asphalt geplant. Auf der gesamten Strandpromenade ist Radfahren verboten.

Gerit Herold

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