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Auf Rügen nahm letztes Jahr die Arbeitslosenzahl ab

Bergen/Stralsund Auf Rügen nahm letztes Jahr die Arbeitslosenzahl ab

Die Quote liegt im Jahresdurchschnitt bei 9,4 Prozent / Das ist das beste Ergebnis seit der Wiedervereinigung

Bergen/Stralsund. 2017 war ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt auf der Insel Rügen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote des Jahres 2017 lag hier bei 9,4 Prozent. Ein Jahr zuvor war ihr Wert noch 11,3 Prozent.

 

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Gerade für den nächsten Monat rechne ich noch einmal mit einer Zunahme der Beschäftigungs- losigkeit. Jürgen Radloff Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Stralsund

Quelle: Foto: Marlies Walther

Auch für den Landkreis kann die Arbeitsagentur Stralsund eine positive Arbeitsmarktbilanz ziehen. Die Arbeitslosenquote lag im alten Jahr über alle Monate gerechnet bei 9,9 Prozent. Für Dr. Jürgen Radloff, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stralsund, ist dies ein beeindruckender Wert. „Seit der Wiedervereinigung lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt noch nie unter der Zehn-Prozentmarke.“

Auf Rügen startet das neue Jahr eher mau. Saisonbedingt gibt es hier mehr Arbeitslose als noch im November. Wie die Arbeitsagentur Stralsund mitteilte, sind derzeit 3767 Menschen auf Rügen ohne Job. Das sind 796 mehr als im November. Somit steigt die Arbeitslosenquote auf 11,1 Prozent. Dieser Wert liegt allerdings noch deutlich unter dem des Vorjahres. Im Dezember 2016 betrug die Arbeitslosenquote noch 13,3 Prozent.

Für die aktuelle Steigerung der Beschäftigungslosigkeit im Dezember macht Dr. Jürgen Radloff hauptsächlich die geringe Personalnachfrage im Tourismusgewerbe verantwortlich. „Im Dezember verbringen zwar noch viele Urlauber in unserer Region ihre Weihnachtsferien, für eine Auslastung wie in den Sommermonaten reichen die Gästezahlen allerdings üblicherweise nicht mehr aus“, sagt Radloff. „Daher sind Entlassungen im Hotel- und Gastronomiegewerbe zu dieser Jahreszeit auch zu erwarten gewesen."

Zusammen mit dem Handel hatten die Berufe des Tourismusbereichs insgesamt einen Anteil an der aktuellen Steigerung der Arbeitslosenzahlen von deutlich mehr als einem Drittel. Dies war jedoch nicht der einzige Wirtschaftsbereich, der eine Zunahme der Beschäftigungslosigkeit zu verzeichnen hatte. Auch im verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Logistik, Verkehr und Sicherheit sowie im Baugewerbe stiegen die Arbeitslosenzahlen.

Deutlich wird dies auch bei einer Betrachtung der Beschäftigungslosigkeit nach Geschlechtern. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen stieg die Zahl der Arbeitslosen – bei den Frauen allerdings ein wenig stärker. Da in den Dienstleistungsberufen, insbesondere in der Tourismusbranche, hauptsächlich Frauen arbeiten, sind sie auch stärker von den saisonalen Schwankungen betroffen.

Nach Einschätzung des Agenturchefs wird sich die saisonbedingte Steigerung der Arbeitslosigkeit auch in den nächsten Monaten fortsetzen. „Die höchsten Zahlen erwarten wir in unserer Region üblicherweise im Januar oder Februar“, so Radloff. „Gerade für den nächsten Monat rechne ich daher noch einmal mit einer deutlichen Zunahme der Beschäftigungslosigkeit.“

Trotz dieser saisonalen Steigerung der Arbeitslosigkeit kann der Agenturchef in den aktuellen Zahlen auch eine positive Entwicklung erkennen. So liegt die Beschäftigungslosigkeit deutlich unter dem Vorjahresniveau. „Im Dezember 2016 waren im Agenturbezirk noch 13527 Männer und Frauen ohne Job. Aktuell sind es 1554 weniger.“ Trotzdem liegt Vorpommern-Rügen mit einer Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 8,4 Prozent.

OZ

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