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Rügen Auf neuem Pflaster vom Tempelberg ins Oberdorf
Vorpommern Rügen Auf neuem Pflaster vom Tempelberg ins Oberdorf
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00:00 01.02.2018
Bobbin

Ein Weihnachtsgeschenk ist es dann zwar doch nicht mehr geworden, eine freudige Überraschung für die Radfahrer der Insel aber allemal: Die Gemeinde Glowe hat den historischen Ortskern von Bobbin an das Radwegenetz angeschlossen. Ein bislang unbefestigter Feldweg, der hinter den Kleingärten am Tempelberg und zwischen Friedhof und ehemaligem Pfarrhaus vorbei bis zum Hof Bobbin führt, ist in den zurückliegenden Wochen ausgebaut worden. Nach dem Abschluss der Restarbeiten kann er jetzt befahren werden – wenn denn bei diesem Wetter jemandem zum Radfahren zumute ist.

350 Meter lang ist das neue Betonpflasterband in Bobbin. Quelle: Foto: Amt

Gerade einmal 350 Meter ist das Teilstück lang, und doch ist es ein wichtiges für den Ort, wie Bürgermeister Thomas Mielke unterstreicht. „Bislang wurde der Radverkehr am Oberdorf vorbeigeleitet. Mit dem neuen Weg haben wir eine Verbindung dorthin geschaffen.“ Damit gebe es für Radfahrer und Wanderer endlich auch eine vernünftige Anbindung zum Hof Bobbin, wo sich unter anderem die Mosterei, ein Laden und ein Café befinden. Von dort aus gelangt man nun auch sicher zum Tempelberg und seiner Aussichtsplattform.

Den wollen die Glower Gemeindeväter seit geraumer Zeit besucherfreundlicher umgestalten. „In dem Zusammenhang hatten wir auch über den Ausbau des Rad- und Fußweges ins Oberdorf nachgedacht“, so Mielke. Ende vergangenen Jahres bot sich dann die Gelegenheit, erst einmal den letztgenannten Teil des Plans umzusetzen. Kurz vor dem Auslaufen der Städtebauförderung ergriffen die Glower die Gelegenheit beim Schopfe. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 170000 Euro kamen allein 120000 Euro aus diesem Förderprogramm. Die fehlenden 50000 Euro steuerte die Kommune aus ihrem Haushalt bei.

2,50 Meter breit ist die neue Pflasterstrecke, die sich Radfahrer und Fußgänger teilen. Für eine Beschilderung wurde schon gesorgt. Weil die oft nicht ausreicht, um Kraftfahrer von den Wegen fernzuhalten, wurden noch zwei Sperren montiert. Auch, wenn die Strecke nicht lang ist, hat sie es in sich: An einigen Abschnitten beträgt das Gefälle 16,7 Prozent. Wer sich von der Strampelei auf dem steilen Abschnitt ausruhen möchte, findet etwa auf der Hälfte des Weges Gelegenheit dazu. Dort wurden eine Bank und ein Mülleimer aufgestellt. Flankiert wird der Rad- und Gehweg von 28 Feldahornen, die neu gepflanzt wurden. Sie markieren nicht nur schon aus der Ferne den Verlauf des Weges und prägen als Allee die Jasmunder Landschaft. Späteren Generationen von Radfahrern und Wanderern sollen sie auch Schatten spenden.

Das nächste große Radwege-Projekt auf Jasmund folgt in den kommenden Wochen. Die Stadt Sassnitz und das Straßenbauamt wollen die seit Jahren geplante Verbindung zwischen der Hafenstadt und dem Königsstuhl bauen. Weitere Vorhaben zur Verbesserung des Radtourismus gibt es auf der Halbinsel dann vorerst nicht. Die Lohmer hatten vor geraumer Zeit eine „Wunschliste“ erarbeitet, die sowohl den Bau von Radwegen innerhalb der Gemeinde als auch Verbindungen unter anderem nach Glowe beinhaltet. Konkrete Schritte zur Umsetzung dieser Ideen gibt es aber bislang so gut wie nicht.

Maik Trettin

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