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Rügen Aufgeklärt: Rügener Seeadler starb an Vergiftung
Vorpommern Rügen Aufgeklärt: Rügener Seeadler starb an Vergiftung
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16:04 04.08.2016
Die Todesursache eines im Jahr 2015 verstorbenen Seeadlers ist jetzt klar: Er starb an einer Vergiftung.  Quelle: Mario Müller
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Granskevitz

Die Todesursache eines jungen Rügener Seeadlers ist aufgeklärt: Er starb an einem Gift namens Carbofuran. Das Gift war bis 2007 als Insektizid in der EU zugelassen, wurde dann aber wegen hoher Risiken für Mensch und Natur aus dem Verkehr gezogen.

Im September 2015 wurde bei Granskevitz auf Rügen ein junger Seeadler aufgegriffen. Das Tier verendete wenige Stunden später im Tierpark Stralsund. Wie toxikologische Untersuchungen des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung jetzt ergeben haben, war eine Vergiftung mit Carbofuran die Todesursache. Bei den Untersuchungen wurden in dem Magen des Seeadlers Reste von einem Kolkraben gefunden. Der Seeadler hatte offensichtlich den an Carbofuran verendeten Kolkraben gefressen und war daraufhin selbst an dem hochtoxischen Wirkstoff gestorben.

Immer wieder waren europaweit Vergiftungsfälle von Greifvögeln durch Carbofuran gemeldet worden. In Mecklenburg-Vorpommern waren allein 2003 und 2004 im Raum Demmin acht Seeadler gefunden worden, von denen vier nachweislich und vier wahrscheinlich an einer Carbofuranvergiftung verendet waren, wie eine Sprecherin des Instituts sagte.

Heute lasse sich das Gift nur noch illegal beschaffen. Dennoch tauchten gelegentlich Giftköder auf, um Raubsäuger oder Greifvögel zu töten. Auch die beabsichtigte Vergiftung von Hunden und Katzen durch Carbofuran-Köder sei europaweit durch zahlreiche Fälle belegt.

Anne Friederike Ziebarth

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