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Aus für Kreisverkehr in Bergener Ringstraße

Bergen Aus für Kreisverkehr in Bergener Ringstraße

Ein geplanter Grundstückstausch kam nicht zustande

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Bergen. Die Pläne für einen Kreisverkehr an der Bergener Ringstraße in Höhe Graskammer sind vom Tisch. Darüber informierte Bauamtsleiter Rainer Starke die Mitglieder des Bauausschusses auf der vergangenen Sitzung. „Noch vor vier Wochen hätte ich gesagt, ich bin optimistisch“, sagte Starke. „Jetzt muss ich leider sagen, dass wir unsere Pläne nicht verwirklichen können.“

 

OZ-Bild

Ich muss leider sagen, dass wir unsere Pläne eines Kreisverkehrs nicht verwirklichen können. Der nötige Grundstücks- tausch kam nicht zustande.Rainer Starke, Bauamtsleiter Bergen

Grund für das Aus für den Kreisverkehr sei ein geplatzter Grundstückstausch. „Wir haben einem privaten Grundstückseigner ein Grundstück zum Tausch angeboten, eigentlich war alles so gut wie unter Dach und Fach“, so Starke weiter. „Dann hat sich derjenige umentschieden. Ohne dieses Grundstück ist der Bau eines Kreisverkehrs aus Platzgründen aber nicht möglich.“ Über die Gründe für den Rückzug des Eigentümers gab Starke keine Informationen. Nur so viel: Das Tischtuch scheint endgültig zerschnitten zu sein. „Es gibt keinen Kontakt mehr“, sagte der Bauamtsleiter.

Die ursprünglichen Planungen hatten vorgesehen, dass Fußgänger und Radfahrer die Fahrbahnen auf allen drei Abzweigen hinter dem Kreisel auf Zebrastreifen mit angedeuteten Mini-Verkehrsinseln überqueren können. Das Planungsszenario müsse nun entsprechend geändert werden. Der Bereich Ringstraße/Graskammer erfordere weiterhin eine neue Verkehrsplanung, welche die Sicherheit von Fußgängern verbessere. „Ein Zebrastreifen könnte ein Vorschlag sein. Weiterhin wollen wir die Fußgängerwege wenn möglich umbauen und eine Bushaltestelle einrichten“, sagt Starke. „Im Juli wird die Verwaltung den Stadtvertretern eine neue Beschlussvorlage präsentieren.“

Dass es Bauarbeiten im Bereich der Graskammer geben wird, steht außer Frage. Bei einem Teil der Häuser erfolgt die Abwasserentsorgung noch über eine Klärgrube, der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar) möchte die Haushalte so schnell wie möglich an das Abwassernetz anschließen. „Sinnvoll ist aber, dass wir die Baumaßnahmen koordiniert und in einem Stück durchführen.

Aber mit Frist diesen Jahres wird das nichts mehr“, meint Starke. Eigentlich hätten die Bauarbeiten für Kreisverkehr, Fußgängerwege und Kanalisation bereits dieses Jahr beginnen sollen. Jetzt wird mit einem Baubeginn im März 2018 gerechnet.

Anfragen eines Einwohners nach der Möglichkeit, die Ringstraße nachts als Tempo 30 Zone auszuweisen, musste Starke eine vorläufige Absage erteilen. „Es handelt sich um eine Stadtstraße mit erhöhter Bedeutung. Aber ich nehme den Vorschlag mit.“

Wann auch immer die Bauarbeiten tatsächlich beginnen: Leicht wird es für die Bauarbeiter und Planer an dieser Stelle Bergens nicht werden. Zum einen gibt es an dieser Stelle ein ziemlich starkes Gefälle zum anderen liegen die Versorgungsleitungen, die hier fast alle zusammenlaufen wegen der Topografie des Geländes, tief unter der Oberfläche; für die Arbeiten ist ein aufwändiger Verbau notwendig. Was die Umplanung im Bereich der Graskammer für Auswirkungen auf den Gesamtzeitplan der Baumaßnahme „Ringstraße“ hat, wurde noch nicht bekannt.

Die Ringstraße, die sich in ihrer Verlängerung als Gingster Chaussee von der B 196 an der Tilzower Kreuzung bis zur B 96 an der Gingster Kreuzung einmal quer durch die Stadt zieht, soll in den kommenden Jahren in mehreren Abschnitten komplett erneuert werden. Denn der tägliche Verkehr in der Woche (rund 11000 Fahrzeuge, darunter bis zu 700 Lkw) hat der wichtigen Verkehrsader starke Schäden beschert.

Anne Ziebarth

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