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Ausgleichsflächen werden knapp

Bergen/Grimmen/Stralsund/Ribnitz-Damgarten Ausgleichsflächen werden knapp

Viele Gemeinden finden kaum noch Grundstücke für Kompensationsmaßnahmen. Der Landkreis setzt auf Ökokonten.

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Windräder zwischen Grimmen und Triebsees. Auch für die Errichtung von Windenergieanlagen müssen Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden.

Quelle: Norbert Fellechner

Bergen/Grimmen/Stralsund/Ribnitz-Damgarten. Überall im Landkreis Vorpommern-Rügen entstehen derzeit große Bauprojekte. Ob Hotel oder B96n – in der Regel erfordern diese Projekte sogenannte Ausgleichsmaßnahmen, mit denen der Eingriff in die Natur kompensiert werden soll. Jede Bodenversiegelung und jede Baumfällung wird aufgenommen und mit entsprechenden Ersatzmaßnahmen belegt. Häufig geschieht das in Form von Renaturierungsflächen, auf denen sich die Natur ihr Territorium zurückerobert oder Baumpflanzungen.

Doch die Flächen, auf denen solche Maßnahmen überhaupt umgesetzt werden können, werden knapp. „Es ist nicht leicht, geeignetes Land zu finden“, klagt etwa der Bürgermeister von Rambin, Christian Thiede (FDP). „Unsere letzte große Fläche, die wir für den Ausgleich eines Wohngebietes eingeplant hatten, hat die Deges übernommen und erweitert, die haben für den Bau der B96 dringend Ausgleichsflächen benötigt.“

Ökokonten können eine Lösung sein

Seit 2010 kann der Ausgleich mithilfe der sogenannten Ökokonten vorgenommen werden, von denen es bereits 35 im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt. Der Vorhabenträger geht in „Vorleistung“ und sammelt durch Kompensationsmaßnahmen auf einer Fläche Punkte auf einem Konto. Die können dann für die Ausgleichsmaßnahmen eines Bauvorhabens abgebucht werden oder von externen Bauträgern gekauft werden.

„Es gibt im Kreis wirklich gelungene Beispiele, etwa eine 64 Hektar große Fläche bei Langenhanshagen auf der Naturwald entsteht“, berichtet Hardo Wanke von der Unteren Naturschutzbehörde. Auch ein 33 Hektar großes Stück Land bei Bad Sülze gehört zu den Vorzeigeprojekten des Landkreises. Hier findet eine Moor-Renaturierung statt. Weitere Kompensationsflächen gibt es zum Beispiel in Prosnitz auf Rügen (Waldumbau und Aufforstung) und nördlich von Barth (extensives Grünland). Ribnitz-Damgarten hat sogar ein eigenes Ökokonto.

Alte Anlagen abzureißen und zu renaturieren füllt das Ökokonto

Gleich über mehrere eigene Ökokonten verfügt Thomas Sternberg mit seinen Gesellschaften Een und Windpark Miltzow. Der Windmüller, der unter anderem auch Windenergieanlagen auf Wittow betreibt, findet das Ökokontensystem gut. „Beim Bau von Windkraftanlagen werden natürlich auch Ausgleichsmaßnahmen fällig“, sagt er. „Mir gefällt, dass man mit den großen Kompensationsmaßnahmen ökologisch wirklich etwas erreichen kann“. Bei seinem aktuellen Ökokonten-Projekt lässt er eine alte LPG-Anlage bei Bremerhagen abreißen, die Fläche entsiegeln. „Letztendlich wird dann das gesamte Gebiet sich selbst überlassen, die Natur erhält es zurück", meint er.

Von Ziebarth, Anne Friederike

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