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Austrittswelle bei der Feuerwehr auf Rügen

Garz Austrittswelle bei der Feuerwehr auf Rügen

Sieben Mitglieder treten aus der Feuerwehr Garz aus und werfen der Wehrführung Cliquenwirtschaft und Intransparenz vor.

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Retter der Feuerwehren Putbus und Garz bei einer Übung auf der Insel Vilm.

Quelle: Feuerwehr Putbus

Garz. Die Stimmung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Garz ist alles andere als entspannt. Nach heftiger Kritik an der Wehrführung haben sieben der 28 Kameraden ihren Dienst quittiert, weitere drei haben sich beurlauben lassen. „Vor einigen Tagen haben wir unsere Pieper abgegeben. Offiziell ist jetzt Schluss“, sagt Frank Schultz, der 31 Jahre lang Mitglied in der Feuerwehr war. Der Ärger in der Wehr hat sich in den vergangenen Jahren angestaut, die Vorwürfe, welche die ausgetretenen Kameraden gegenüber der Wehrführung erheben, wiegen schwer. Intransparenz und Cliquenwirtschaft seien die Hauptgründe für die Austrittswelle, beschreibt Schultz. „Ich habe auf Missstände hingewiesen und sollte daraufhin aus der Wehr ausgeschlossen werden“, bemerkt Gruppenführer Jens Göhrike. Aber auch die mangelnde Anerkennung gegenüber nicht mehr aktiven Ehrenmitgliedern sei nicht in Ordnung. Die Wehrführung bestreitet diese Vorwürfe.

 

„Ich denke, dass eine persönliche Geschichte dahinter steckt“, vermutet Blockus. „An den Vorwürfen gegen die Wehrführung ist jedenfalls nichts dran.“ Dem pflichtet auch die Bürgermeisterin von Garz, Gitta Gohla bei. „Ich habe mit einigen Stadtvertretern die Sachlage geprüft und die Vorwürfe gegen die Wehrführung als unbegründet beurteilt“, so Gohla.  „Unsere Feuerwehr ist einsatzfähig“, betont Bürgermeisterin Gohla. Das bestätigt Wehrführer Blockus. „Derzeit zählen wir 24 aktive Mitglieder. Wir haben das Glück, dass wir einige Positionen doppelt besetzt haben.“, ergänzt er.

Wie es nun weitergeht, ist unklar. „Es hat Gespräche mit Vertretern beider Seiten gegeben“, beschreibt Gitta Gohla ihre Vermittlungsversuche. „Aber bewegt hat sich leider nichts.“ Es seien keine weiteren Schritte oder Gespräche geplant. Eine Situation, mit der alle unglücklich sind, denn weitermachen wollen die ehemaligen Feuerwehrmänner alle. „Wenn die Sirene geht, wird es bestimmt hart“, meint Frank Schultz. „Wir sind doch Kameraden mit Leib und Seele.“

Anne Friederike Ziebarth

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