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Baabe: Neue Ideen in Parkhaus-Debatte

Baabe Baabe: Neue Ideen in Parkhaus-Debatte

Standort am Campingplatz wird geprüft sowie ein kleines Parkdeck am Haus des Gastes

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Statt eines Mehrgeschossers mit bis zu 268 Stellflächen gibt es nun die Idee für nur ein Deck auf dem Parkplatz am Haus des Gastes.

Quelle: Foto: Gerit Herold

Baabe. Braucht das Ostseebad Baabe ein Parkhaus und wenn ja, wo soll es dann stehen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Gemeindeväter schon eine Weile. In seiner April-Sitzung hatte der Tourismusausschuss der Gemeindevertretung dem vorgeschlagenen Standort am Haus des Gastes eine Absage erteilt und sich stattdessen für die Waldstraße ausgesprochen.

„Wir sind mit der Diskussion aber noch lange nicht zu Ende. Denn der Standort an der Waldstraße ist nun vom Tisch“, informiert Bürgermeister Hartwig Diwisch auf OZ-Nachfrage. Das Thema hatte die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt. Der Standort für ein Parkhaus in der Waldstraße sei sehr problematisch. Zum einen sei dort Wohngebiet und zum anderen muss die Gemeinde dort laut B-Plan eigentlich einen Spielplatz nachweisen. „Selbst wenn wir uns mit allen Behörden einigen würden, müsste man immer mit einem Klageverfahren rechnen“, so Hartwig Diwisch. Dieses Risiko wolle man nicht eingehen.

Jetzt lässt der Bürgermeister einen neuen Standort prüfen: auf dem Parkplatz an der Ferienhaussiedlung (ehemaliger Campingplatz). Auf dem gemeindeeigenen Parkplatz, der bisher ausschließlich an die Ferienanlage vermietet ist, könnte ein Parkdeck aufgebaut werden, so Diwisch. Ebenso auf dem besagten, gemeindeeigenen Parkplatz, der sich am Haus des Gastes befindet, das auch die Kurverwaltung beherbergt. Soll heißen: Statt eines großen Parkhauses mit 135 Stellplätzen in der Waldstraße geht es nun um zwei kleine Standorte mit 40 bis 50 Stehplätzen.

Das Ferienhausgebiet war auch schon in letzten Debatten vorgeschlagen worden. „Da sind wir aber noch von einem zwölf Meter hohen Parkhaus ausgegangen, das wir nicht vor die Bungalows setzten könnten“, so Diwisch.

Am Anfang des Jahres hatte die Gemeinde auf einer Einwohnerversammlung die Debatte um ein Parkhaus im Ortskern angeschoben, um dringend benötigte Stellflächen zu schaffen und die Strandstraße parktechnisch zu entlasten. Das Parkhaus würde der kommunale Eigenbetrieb Kurverwaltung bauen und betreiben. Im Blick war anfangs nur das Parkplatz-Grundstück am Haus des Gastes in Richtung Ferienhausanlage mit derzeit 130 Stellflächen, die die Gemeinde teilweise vermietet hat. Dort sollte ein mehrstöckiges Parkhaus mit dann 268 Stellflächen gebaut werden (die OZ berichtete). Doch für diese Idee fanden sich keine Liebhaber. Ausschussmitglieder und Einwohner lehnten das Parkhaus an dieser Stelle in der Nähe des Fischerstrandes strikt ab, weil der Platz als letztes Filetstück im Ort gilt, das die Gemeinde sich dann für immer verbaue. Man hätte keine Option mehr, die Fläche für möglichst touristische und saisonverlängernde Projekte zu nutzen.

Bis dahin hatte es geheißen, dass dort die einzige große gemeindeeigene Fläche für ein Parkhaus mit ausreichenden Stellflächen sei. An der Waldstraße hingegen wäre nur Platz für 50 Stellflächen. Ein Planungsbüro hatte dann einen Vorentwurf für 135 Stellflächen an der Waldstraße erarbeitet. Neben der Wohngebietsproblematik hätte es an diesem Standort noch einen Haken gegeben: 19 Kiefern müssten gefällt werden – die letzten ihrer Art im Ort. Und das steinerne Denkmal müsste versetzt werden.

Zu spät für Wormstraße

Als idealer Standort für ein Parkhaus in Baabe wird eigentlich das Grundstück an der Fritz-Worm-Straße gesehen, wo früher die Kurverwaltung stand. Der Eigentümer wollte der Gemeinde die Fläche aber nicht wieder verkaufen. Dort entstehen derzeit auf einem Grundstück von rund 3800 Quadratmetern drei Häuser a zehn Wohneinheiten in „moderner Bäderarchitektur“ und „hochwertiger Ausstattung“

sowie knapp 70 Tiefgaragenstellplätze. Geplante Fertigstellung ist Anfang 2018.

Gerit Herold

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