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Babyspeck: Nützliche Pufferzone der Natur

Baabe Babyspeck: Nützliche Pufferzone der Natur

Ärzte und Mütter raten: Ist das Kleinkind moppelig, darf auf gar keinen Fall eine Diät gemacht werden

Baabe. Die kleine Lotte war ein richtiges Pfundsbaby. „Sie hatte sogar Ringe an den Armen und den Beinchen“, erinnert sich Mama Andrea Vergien lächelnd. Die Baaberin, die sich beruflich um vier Ferienwohnungen kümmert, weiß noch ganz genau, dass Lottes Babyspeck einige Menschen auch beunruhigt hat. „Oma und Opa haben sich wirklich Sorgen gemacht, dass Lotte zu dick wird und mich gebeten, doch aufzupassen“, erklärt sie. Diäten also schon für kleine Babys? Kommt gar nicht in Frage, findet Andrea. „Ich wußte ja genau, was ich Lotte gegeben habe. Sie wurde voll gestillt – was soll denn an Muttermilch dick machen?“ Die Zeit hat ihr Recht gegeben. Heute ist Lotte 3 Jahre alt – und rank und schlank. „Der Babyspeck ist weg, sie hat sich unglaublich gestreckt.

Ich habe mich da einfach nicht irre machen lassen.“ Ihre Sicherheit bezog Andrea damals wie heute aus ihrer Kontrolle über die Ernährung ihrer Kinder. „Das ist mir sehr wichtig und sollte von Anfang an dazu gehören“, findet die 32-Jährige. Auch ihr zweites Töchterchen Jette bekommt nur selbst gekochten Brei, lernt früh Gemüse- und Obstsorten kennen. „Ich weiß, dass meine Kinder sich gesund ernähren und wenig Süßigkeiten essen“, meint Andrea.

Tatsächlich kommt es nur sehr selten vor, dass Babys wirklich zu dick oder zu dünn sind. Der Babyspeck hat sogar einen Nutzen, das weiß auch Andrea: „Die Kinder brauchen doch Reserven! Wenn sie in dem Alter krank werden, geht das schnell an die Substanz.“ Auch gegen Kälte isolieren die Moppelrundungen des Babys. Sie verlieren sich schnell, sobald das Baby zu krabbeln und zu laufen beginnt. Und wie bei so vielem ist auch hier das Verhältnis des Gewichts zur Größe ausschlaggebend: Jedes Kind ist eben anders.

Auch Lottes kleine Schwester Jette braucht natürlich keine Diät. Der kleine Sonnenschein hat zwar süße Grübchen an den wohl gepolsterten Ellenbogen, aber an ihre große Schwester kommt sie nicht heran. „Sie war von Anfang an anders gebaut“, erklärt Andrea. Und fügt hinzu: „Solange ich sehen kann, dass es den Kindern gut geht, mache ich mir keinen Kopf.“

Gaia Born

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