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Rügen Baustart für neue Hauptmannstraße
Vorpommern Rügen Baustart für neue Hauptmannstraße
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14:46 19.10.2017
Mitarbeiter der Firma Estra entfernen im vorderen Bereich das Pflaster. Nun beginnt der Tiefbau. Quelle: Fotos: Gerit Herold

Die alten Pflastersteine in der Gerhart-Hauptmann-Straße sind Geschichte. Am Dienstag hat die Firma Estra Erd-, Straßen- und Tiefbau GmbH Rügen begonnen, das Pflaster im vorderen Bereich (Einfahrt von der Berliner Straße bis zur Nordperdhalle) aufzunehmen, nun rücken die Tiefbauer an. Es ist der Auftakt der umfangreichen Straßenbaumaßnahme, die in den nächsten Monaten im Auftrag der Gemeinde durchgeführt wird.

Zufahrt von Berliner Straße und Parkplatz an Nordperdhalle gesperrt /Fertigstellung im Juni 2018

Eigentlich sollte es schon im September losgehen, aber bisher hatte noch die verkehrsrechtliche Zusage vom Landkreis gefehlt, informierte Bürgermeister Wolfgang Pester. Denn die Hauptmann-Straße ist in der Bauphase ab Abzweig Berliner Straße gesperrt. Und damit auch der Parkplatz gegenüber der Nordperdhalle am Ortseingang. Die Verzögerung des Baubeginns kam den Göhrenern nicht ganz ungelegen.

Konnte die Großveranstaltung um das Bernsteinfest am vergangenen Sonnabend in der Halle doch problemlos über die Bühne gehen, obwohl die beauftragte Baufirma Tell Bau bereits begonnen hatte, die Baustelle einzurichten. „Aber wir hätten auch eine Lösung trotz Baustelle gehabt“, so Pester.

Allerdings gab es am Dienstag leichte Probleme, da das Absperrschild noch in Höhe Nordperdhalle stand, wodurch eine freie Fahrt zum Parkplatz möglich war, der eigentlich schon gesperrt sein sollte.

Die Bauleute mussten zwei Reisebusse von dort wieder wegbeordern, ebenso einige Urlauber.

Gesperrt ist die Hauptmann-Straße während der Bauzeit aber nicht gänzlich. Es wird etappenweise vorgegangen. Denn in der viel befahrenen Trasse, an der sich neben der ständig genutzten Sporthalle auch Schule, Kita, Jugendklub und Altenpflegeheim befinden müsse letztere Einrichtung ständig für Rettungswagen erreichbar sein, so der Bürgermeister. So soll im Notfall auch eine Zufahrt über den Fußweg an der Schule möglich werden, wofür das Sperr-Geländer entfernt würde.

Die rund 260 Meter lange Gerhart-Hauptmann-Straße beginnt an der Berliner Straße und erstreckt sich bis zur Waldpromenade. Die fünf Meter breite Fahrbahn weist zahlreiche Bodenwellen und Absackungen auf. Eine Oberflächenentwässerung und ein Gehweg sind nicht vorhanden. Die Trasse wird in zwei Bauabschnitten erneuert. Der erste Bauabschnitt beginnt an der Berliner Straße und endet nach rund 75 Metern in Höhe des Verbindungswegs. Dieser Gehweg zur Feldstraße wird ebenfalls modernisiert mit Leitungsbau und neuer Pflasterung. Der zweite Bauabschnitt beginnt dort und endet nach rund 188 Metern an der Waldpromenade. Die Fahrbahn in der Hauptmann-Straße bekommt eine Asphaltdecke. Auf der rechten Seite (Nordperdhalle) wird ein Gehweg errichtet. In Abstimmung mit der Biosphäre seien dort Bäume gefällt worden, deren Wurzeln durch den Straßenbau in Mitleidenschaft gezogen worden wären, ebenso hinter dem „Haus Gottesgruß“, informiert der Bürgermeister. Wie in der Berliner Straße werden aber neue Bäume gepflanzt. Die Straße wird nach dem „Strickmuster“ aller Nebenstraßen in Göhren gestaltet.Neben der Straßendecke aus Asphalt wird der Gehweg mit Betonplatten mit Granitvorsatz versehen. Im Zuge der Tiefbauarbeiten werden die maroden Abwasserkanäle ersetzt. Weiterhin wird ein Glasfaserkabel für schnelles Internet verlegt. Die Straße erhält eine energiesparende LED-Straßenbeleuchtung.

„Am 27. Juni nächsten Jahres müssen alle Abrechnungen fertig sein“, blickt Bürgermeister Wolfgang Pester auf den voraussichtlichen Fertigstellungstermin. Und schon auf die nächste geplante Baustelle in Göhren. Der dringend anstehende Ausbau der Hövtstraße soll 2018 beginnen.

6,9 Millionen Euro verbaut

626000 Euro kostet der Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße. 225000 Euro fließen aus Mitteln der Städtebauförderung in das Projekt. Göhren wurde 1999 ins Städtebauförderprogramm des Landes aufgenommen. Seitdem wurden mit Hilfe von Städtebaufördermitteln für die Neu- und Umgestaltung der Straßen, Wege und Plätze im Sanierungsgebiet „Ortskern“ rund 6,9 Millionen Euro verbaut. Sanierungsträger bei allen Baumaßnahmen war und ist die Baubecon. Größtes Teilprojekt war der Ausbau der Berliner Straße (Ortsdurchfahrt bis zum Kreisel).

Gerit Herold

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