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Rügen Baustelle B96: McDonald‘s auf Rügen nur auf Umwegen erreichbar
Vorpommern Rügen Baustelle B96: McDonald‘s auf Rügen nur auf Umwegen erreichbar
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19:07 09.03.2019
So nah und doch so fern. Das Gewerbegebiet Teschenhagen ist nur auf Umwegen erreichbar. Quelle: Uwe Driest
Bergen

Mit den Umständen des Baus der neuen Bundesstraße mögen die Insulaner ihren Frieden offenbar nicht machen. Nachdem die Bürgermeister der von der Sperrung bei Strüssendorf betroffenen Gemeinden sich über deren Dauer beschwerten und Bergener Bürger Unterschriften gegen die Sperrung des Parkplatzes am Nonnensee sammelten, beschweren sich nun Gewerbetreibende aus Teschenhagen darüber, für insgesamt drei Monate nur auf Umwegen erreichbar zu sein.

„Seit dem 19. Februar um sieben Uhr sind wir weder über die neue, noch über die alte Bundesstraße erreichbar“, schimpft Mario Jaeckel, der McDonald‘s-Filialen im Landkreis betreibt. Deswegen habe er bereits die Öffnungszeiten um drei Stunden täglich reduziert. Das führe zu Umsatzeinbußen von bis zu 55 Prozent und für die Mitarbeiter sinke damit auch der Verdienst. „Das Schlimmste ist, dass wir keinerlei Informationen erhalten haben. Kein Mensch ruft einen an und man bekommt keinen ans Telefon, das ist echt traurig“, klagt Jaeckel.

Lapidare Antwort der Behörden

Die ausgeschilderte Umleitung bestehe lediglich aus vereinzelten kleinformatigen Schildern, die kurz vor Samtens den Weg nach Sehlen und Teschenhagen und in der anderen Richtung nach Güttin und Kubbelkow weisen würden. „Das hilft allenfalls Einheimischen bei der Orientierung, die sich sowieso auskennen“, so Jaeckel. Wo er kann – so auf einem an der Bundesstraße platzierten Anhänger oder einer Plane am McDonald‘s-Restaurant - weist er nun selber daraufhin, dass sein Geschäft von Bergen aus entweder nördlich der B96 über Groß Kubbelkow oder südlich über Tilzow und Sehlen erreichbar ist.

„Zu Euch finden die Kunden doch sowieso immer“, hätte er von der Behörde nur lapidar zu hören bekommen. Ähnlich sei es ihm beim Versuch ergangen, etwas über den Verbleib von Werbeschildern zu erfahren, die zusammen mit vier Bushaltestellen an der Bundesstraße verschwanden, als sie abgerissen wurden. Die Gemeinde verwies an das Ordnungsamt in Bergen und das habe den Landkreis für zuständig gehalten.

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Kundenanzahl mehr als halbiert

Ende vergangenen Jahres habe die Deges über Baumaßnahmen zur Entwässerung informiert. Danach habe es geheißen, die ausführende Firma sei in Verzug, weil der Boden erneut abgesackt sei. An anderer Stelle habe man die Entwässerung noch einmal verlängern müssen, damit das Wasser nicht an der Wildbrücke stehe, heißt es von der Deges. Auch außerplanmäßige Baumfällarbeiten habe man vornehmen müssen, weil die Landesforst wegen des neu entstandenen Waldrandes um die Verkehrssicherheit gebangt habe.

Bis Mitte Mai soll der Zustand noch anhalten, dann solle der Verkehr noch einmal über die alte Straße geführt werden, um letzte Arbeiten an der neuen durchführen zu können. Bis dahin allerdings entgehe ihm das Geschäft um Ostern und das Mai-Wochenende, so Jaeckel. Hatte er im März des Vorjahres wöchentlich etwa 3000 Kunden, sind es durch die Baustelle nur noch rund 1400. Nun sehnt er Pfingsten herbei. „Dann soll die alte Bundesstraße wieder dauerhaft offen sein und immerhin von dort eine Abfahrt zu uns führen.“

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Uwe Driest

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