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Rügen Baustelle Ringstraße: Wichtige Verkehrsader gesperrt
Vorpommern Rügen Baustelle Ringstraße: Wichtige Verkehrsader gesperrt
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00:00 11.08.2018
Bergen

Gute und schlechte Nachrichten für Autofahrer, die auf der Insel Rügen unterwegs sind. Eine Baustelle ist seit gestern Mittag wieder für den Verkehr freigegeben, und schon wird der nächste Bereich abgeriegelt. Die Bauarbeiten in der Bergener Ringstraße beginnen am Montag. Vollsperrung auf einer der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. Am ersten Bauabschnitt von der Bahnunterquerung bis zur Waldstraße wird bis November nächsten Jahres gearbeitet. Autofahrer, die in Richtung Industriestraße oder zu den Einkaufszentren fahren möchten, müssen also in den nächsten Monaten viel Geduld aufbringen. Auch die Busse fahren ab 13. August einige Stationen nicht mehr an – es gibt einen Sonderfahrplan (siehe InfoKasten).

Arbeiten des ersten Abschnittes sollen im November 2019 beendet sein.

Die Situation gestern Vormittag in Bergen: Autofahrer, die auf der Bundesstraße 96n von Stralsund in den Norden der Insel fahren wollten, mussten wegen der Baustelle bei der Abfahrt Klein Kubbelkow auf die B 196 wechseln und über die Ringstraße quer durch Bergen fahren. Auf der Ringstraße ging dementsprechend, wie so oft in den vergangenen Wochen, fast nichts mehr. Seit gestern Nachmittag hat sich die Situation entspannt. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) teilte im Laufe des Tages mit, dass „die Vollsperrung der B 96 zwischen der Ampelkreuzung Kubbelkow und der Esso-Tankstelle aufgrund optimierter Bauabläufe bereits einen Tag früher als ursprünglich geplant aufgehoben werden konnte“.

So fällt der Durchgangsverkehr durch die Stadt weg. Bei den Arbeiten in der Bergener Ringstraße handelt es sich jedoch um eine lang geplante Straßensanierung. Neun Bauabschnitte sind dafür nötig, um den gesamten Bereich zu modernisieren und zu vergrößern. Dazu gehört auch ein Kreisverkehr an der Kreuzung Ringstraße und Graskammer. 3,7 Millionen Euro kostet der erste Bauabschnitt, teilt Bergens Bauamtsleiter Rainer Starke mit. Für den Straßenbau und die Beleuchtung übernimmt die Stadt einen Anteil von 1,7 Millionen Euro. Davon werden 600 000 Euro als Fördermittel vom Land übernommen. Zwei weitere Millionen Euro entfallen auf den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar) für Kanalbau sowie Schmutzwasser-, Trinkwasser- und Regenwasserleitungen. Auftragnehmer für das Großprojekt ist die Rostocker Niederlassung der Firma Strabag.

„Die Arbeiten beginnen an der Eisenbahnquerung und führen über den Knotenpunkt Graskammer bis zur Waldstraße“, erklärt der Bauamtsleiter. In drei Unterabschnitten wird gebaut – zuerst der Bereich von der Brücke bis zur Graskammer. „Hier wird am 30. November der Bau bis zum Frühjahr unterbrochen“, sagt Rainer Starke.

Weiter geht es Ende Februar bis Anfang März. Dann wird unter anderem der Kreisverkehr an der Ringstraße Höhe Graskammer gebaut. Der äußere Durchmesser des Kreisels werde 34 Meter betragen. Der die Grünfläche umgebende innere Ring soll eine Breite von zwei Metern bekommen. Zudem soll es Fußgänger-Querungen an allen drei Ausgängen geben: Auf der Ringstraße in südlicher Richtung zur Bahnhofstraße, in nördlicher Richtung zur Eisenbahnbrücke sowie an der nach Osten abzweigenden Graskammer. Dieses Vorhaben hatte Planer Hans-Joachim Prabel vom Bergener Ingenieurbüro Merkel den Einwohnern schon im vergangenen Jahr vorgestellt.

Während der erste Teil des Kreisverkehrs gebaut wird, ist in dieser Zeit nur die Verbindung Ringstraße-Graskammer befahrbar. Anschließend wird der Kreisel fertiggestellt. Dann wird die Graskammer voll gesperrt sein. Auf der Ringstraße wird der Verkehr über eine eigens erstellte Umfahrung um den Kreisel herumgeführt. Im dritten und letzten Bauabschnitt schließlich wird die Ringstraße zur Sackgasse.

Sonderfahrplan

Von den Baumaßnahmen sind auch Linien der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) betroffen, wie VVR-Sprecher Michael Lang mitteilt. Aufgrund der teilweisen Vollsperrung der Ringstraße in Höhe der dort befindlichen Bahnunterquerung können ab Montag die Linien 35 und 38 die Haltestelle Arbeitsamt nicht bedienen. Durch die Umleitung über die Graskammer und den Bahnübergang „Storchennest“ und die derzeitigen Baumaßnahmen mit halbseitigen Sperrungen der L301 kommt es zu Verspätungen. „Die Anschlüsse an die Busse in Gingst und die Schiffe der Reederei Hiddensee in Schaprode können leider nicht garantiert werden“, sagt Michael Lang. Der Stadtverkehr Bergen (Linie 32) kann in dieser Zeit die Haltestellen Famila und Rügencenter (Real) nicht bedienen, es gilt ein Sonderfahrplan, so der VVR-Sprecher.

Mathias Otto

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