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Rügen BeWo sucht neuen Chef: Erster Name wird gehandelt
Vorpommern Rügen BeWo sucht neuen Chef: Erster Name wird gehandelt
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06:00 29.09.2018
Für den Verwalter vieler Wohnungen in Bergen, der städtischen Wohnungsgesellschaft, wird bald ein neuer Geschäftsführer gesucht. Quelle: OZ-Archiv
Bergen

Die Neubesetzung des Geschäftsführerpostens der Bergener Wohnungsgesellschaft (BeWo) scheint sich zu einem Politikum zu entwickeln. Da der gegenwärtige Geschäftsführer des städtischen Unternehmens, Gerd Zander, im Juli 2019 in Rente geht, wird ein neuer Mann für die Spitze der BeWo gesucht. Um den Geignetsten zu finden, will sich die Stadt als alleinige Gesellschafterin eines externen Unternehmens bedienen. Das soll allerdings nicht am Ende sagen: Der ist es! Sondern vielmehr Empfehlungen aussprechen, da sich die Stadtvertreter vorbehalten wollen, die Entscheidung zu treffen. Aus diesem Grunde wurde im Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft eine sogenannte Findungskommission aufgestellt, der neben Ger Zander alle Aufsichtsratsmitglieder angehören. Allerdings nicht ganz. Denn der Name des Aufsichtsratsvorsitzenden fehlt: Kay-Uwe Hermes.

Name ausgetauscht?

Per Antrag bereits im Juni eingereicht und beschlossen, hatte Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) aus rechtlichen und formellen Gründen Widerspruch eingelegt. Der wurde auf der jüngsten Stadtvertretersitzung zwar angenommen, der Antrag stand daraufhin aber unverändert zur Beschlussfassung. Eva-Maria Schwerin (Fraktion der Linken und BeWo-Aufsichtsratsmitglied) monierte, dass in der entsprechenden Aufsichtsratssitzung der Vorsitzende noch Bestandteil der Findungskommission gewesen sei. „So, wie die Besetzung jetzt der Stadtvertretung vorgelegt wird, haben wir das nicht beschlossen“, sagte sie. „Da wurde einfach ein Name ausgetauscht. Man muss vor einer Stadtvertretersitzung wirklich jeder Vorlage noch einmal hundertprozentig lesen.“ Statt Hermes findet sich nämlich CDU/FDP-Fraktionsmitglied Axel Thiede auf der Liste der Kommission.

Kein Antwort

Kurz vor der erneuten Abstimmung über den Antrag meldete sich noch Carmen Kannengießer, Bürgerbündnis Bergen (BBB), zu Wort. Sie wollte von Kay-Uwe Hermes (CDU/FDP-Fraktion) wissen, warum ausgerechnet er nicht zur Findungskommission gehöre. „Darauf möchte ich nicht antworten“, war dessen knappe Reaktion.Grund für Hermes’ Zurückhaltung könnten eigene Ambitionen auf der Geschäftsführerposten sein. Gemunkelt wird diesbezüglich einiges. Und das auch schon ziemlich lange. Aber auch gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG bleibt er vage. Auf sein mögliches Interesse an der Funktion angesprochen, antwortet Hermes: „Dazu kann ich nichts sagen.“ Sein Fehlen in der Findungskommission begründet der Stadtvertreter mit einem „Im Zweifelsfall wäre ich zu befangen“. Und auch die Frage nach seiner angeblichen Bewerbung als Vorstand bei der Bergener Wohnungsgenossenschaft „Rugard“ beantwortet Hermes weder mit einem klaren „Nein“, noch „Ja“. „Auch dazu kann ich nichts sagen“, bleibt Kay-Uwe Hermes einsilbig.

Externes Unternehmen wird bestimmt

Am kommenden Montag soll eine außerordentliche Gesellschafterversammlung stattfinden, an der neben Geschäftsführer Gerd Zander Bürgermeisterin Ratzke – als Vertreterin der Gesellschafterin teilnehmen werden. Nach Informationen der OZ wird voraussichtlich das externe Unternehmen bestimmt, das mit der Prüfung möglicher Kandidaten für den Geschäftsführerposten beginnen soll. Vermutlich wird auch ein Stadtvertreter zugegen sein, hatte doch Kristine Kasten auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung angemahnt, dass auch die gewählten Repräsentanten der Bergener Einwohnerschaft „ein Recht haben, daran teilzunehmen“.Den Antrag zur Bildung einer Findungskommission wurde auf der Stadtvertretersitzung der vergangenen Woche mehrheitlich angenommen.

Berndt Jens-Uwe

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