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Begehrt: Sie haben Kunden in 36 Ländern der Welt

Groß Lüdershagen Begehrt: Sie haben Kunden in 36 Ländern der Welt

Wirtschaftsmagnet: Die Masson-Wawer-Fiberglas-Möbel GmbH am Stralsunder Stadtrand setzt ihren erfolgreichen Expansionskurs fort.

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Betriebsleiter Eckhard Diebowski (l.) und Mitarbeiter Enrica Szengel bei der Endkontrolle eines fertigen Gartenstuhls. FOTOS (5) : MARLIES WALTHER

Groß Lüdershagen. Ein Faden, der die Welt verändert. Zumindest die des Gartenmöbelmarktes: Denn die Erfolgsgeschichte der Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH beruht auf einem mehrere hundert Meter langen Faden, getränkt in Polyesterharz. „Das ist die Basis all unserer Produkte“, sagt Betriebsleiter und Prokurist Eckhard Diebowski (55), während Ricardo Schultz (25) den Faden in Windeseile hin und her wickelt und daraus ein Geflecht zaubert. Das nimmt wenig später die Form eines runden Tisches an.

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Wirtschaftsmagnet: Die Masson-Wawer-Fiberglas-Möbel GmbH am Stralsunder Stadtrand setzt ihren erfolgreichen Expansionskurs fort.

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Die Firma am Rande der Hansestadt Stralsund ist die einzige Manufaktur in Deutschland, die wetterfeste Möbel aus Fiberglas herstellt. Auf die Fertigungstechnik hat sie das Patent. „Alles ist Handarbeit, jedes Produkt ein Unikat“, sagt Diebowski über die 70 verschiedenen Modelle. Kein Maschinenpark, keine Massenproduktion. Und genau diese Einzigartigkeit – „die hohe Stabilität und Leichtigkeit“ – macht offenbar das Besondere aus. Das wiederum zeige sich in „konstanten Wachstumsraten“ in den vergangenen fünf Jahren.

Fast 40 Mitarbeiter stellen die Möbel her. Das Handwerkszeug gibt’s nur in der eigenen Firma. Ricardo Schulz zum Beispiel ist erst seit einem halben Jahr dabei. Gelernt hat er Kfz-Mechatroniker. Aber dieser Job gefalle ihm besser. Und damit trifft er genau auf die Firmenphilosophie der Chefin der Firmengruppe, Susanna Masson-Wawer.

„Man muss Spaß haben, an dem was man tut“, sagt die 60-jährige, die gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann 1990 in Stralsund mit Wintergärten an den Start gegangen war. Sie war es auch, die im Jahr 2000 „zunächst in einer Garage mit Wollfäden herumexperimentiert hat. Damals war wohl kaum zu ahnen, dass diese Art der Möbelherstellung einmal so einschlagen wird. Und „wir sind noch längst nicht am Ende“, sagt Susanna Masson-Wawer. „Denn wir können im Prinzip alles machen aus diesem Material“ spricht sie die Breite Palette im Deko-Bereich an. Ohne lange Wege von der Idee bis zur Herstellung lasse sich alles flexibel umsetzen. Ihr nächster Traum: Sie sieht schon auf allen Golf-Plätzen der Region die typischen Masson-Wawer-Kugeln.

Die Masson-Wawer-Group mit den drei Geschäftsfeldern Wintergärten, Fiberglas-Möbel und Decoration macht einen Umsatz von fast acht Millionen Euro und beschäftigt insgesamt 100 Mitarbeiter. Allein drei Millionen Umsatz davon entfallen auf die Möbel.

„Wir exportieren in 36 Länder“, sagt Marco Knabe (47) mit stolzem Blick auf die Weltkarte, die dicht mit Fähnchen gespickt ist. Von Spanien, Frankreich und Großbritannien geht es mal eben fix über Dubai, Israel, Brasilien, die USA, Kanada und Australien bis nach Neuseeland.

Wie groß das Interesse ist, habe sich erst jüngst wieder auf der Christmasworld in Frankfurt/am Main gezeigt, wo die Produkte aus Groß Lüdershagen geordert wurden. Denn die gibt es nur im Direktverkauf auf eben solchen Messen oder per Teleshopping über Deutschlands größten Verkaufssender. „Dort verstehe ich mich auch als Botschafterin der Region“, sagt Susanna Masson-Wawer.

Für die „ganzheitliche und anhaltende Unternehmensführung“ gab es nicht nur den Mittelstands-Oskar, sondern jetzt auch das Zertifikat „Wirtschaftsmagnet“, das Mitte März in Fulda überreicht wird. „Darüber freuen wir uns wirklich sehr, aber man muss eben auch jeden Tag am Ball bleiben“, sagt Susanna Masson-Wawer. „Wir sind Teamplayer. Wenn ich diese Mitarbeiter nicht hätte, würden wir das alles hier niemals erreichen“, betont die Chefin. Gemeinsam trage man den Erfolg.

Und auch bei dem wohl schwersten Schicksalsschlag in ihrem Leben, als ihr Mann den Kampf gegen den Krebs verloren hatte, habe sie die Mitarbeiter und Freunde an ihrer Seite gespürt. Noch vor dem Tod von Manfred Wawer im vergangenen Jahr wurde eine Stiftung gegründet, die Krebskranke, vor allem Kinder im In- und Ausland, unterstützt. „Diese Stiftung ist meinen Mitarbeitern ebenso wichtig wie mir.

Immer wieder gehen Schecks ein, ohne viele Worte“, sagt Susanna Masson-Wawer berührt.

Neben dem wirtschaftlichen Erfolg liegt ihr auch immer soziales Engagement am Herzen.

Marlies Walther

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