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Rügen Bei ihnen gibt es kein „Halligalli“
Vorpommern Rügen Bei ihnen gibt es kein „Halligalli“
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00:00 09.06.2017
Dank Sonja und Werner Konopka läuft der Ferienbetrieb in Rugenhof durch und durch reibungslos.
Rugenhof

Sonja Konopka hat ganz schön viel um die Ohren: Tagsüber erklärt die Biologie- und Chemielehrerin den Schülern des Bergener Gymnasiums Formeln, Reaktionen und die Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Danach kümmert sie sich um die Buchungen der Ferienanlage „Rugenhof“, die sie mit dem Bruder und ihrer Schwester gekauft und bis 2013 grundlegend saniert hat.

Mit Stolz führt sie über das Areal, das „von der Sonne verwöhnt und vom Wind verschont“ aus drei reetgedeckten Ferienhäusern und dem dazu gehörenden großen Gemeinschaftshaus inmitten eines ein Hektar großen Grundstücks besteht. Die Wiesen des bis zum Wasser reichenden Freigeländes sind vorbildlich gepflegt. Dass das so bleibt, dafür sorgt Sonjas Mann Werner, der auch jetzt auf seinem Rasentraktor gewissenhaft seine Bahnen zieht.

Früher war die Anlage ein Ferienlager für Kinder und im Besitz der LPG Samtens. Als die Genossenschaft nach der Wende aufgelöst wurde und alles, was nicht mit Landwirtschaft zu tun hatte, veräußert werden musste, haben sich Sonja Konopka und ihre Geschwister zum Kauf entschieden. „Wir wollten, dass dieses ursprüngliche Fleckchen Rügens auch im Besitz von Rüganern bleibt“, erklärt sie. Seit fünf Jahren läuft der Betrieb.

Urlaub in Rugenhof inmitten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist nichts für Gäste, „die Halligalli wollen“, sagt die Mutter zweier Töchter. Hierher kommen eher Urlauber auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit. Und das oft immer wieder.

Tatsächlich wird ihnen einiges geboten: Sie können von der nahen Badestelle aus im Bodden plantschen, mit dem Boot hinaus fahren, Fische angeln und sie schließlich abends in der geräumigen Küche braten. Und noch mehr: Sie können mit dem Fahrrad Touren unternehmen, das nicht weit gelegene Stralsund besichtigen, nach Hiddensee übersetzen oder zur Ostseeküste fahren. Und abends legen sie sich – vielleicht nach einem Besuch der Sauna im Haus – in den Ferienhäusern „Barsch“, „Hecht“ oder „Plötz“ zur Ruhe.

Die sechs Wohnungen in einer Größe von 50 bis 100 Quadratmetern werden nicht nur von deutschen Gästen genutzt, sondern auch Dänen, Schweden, Schweizer, Italiener und sogar Iraner haben hier ihren Urlaub verbracht. Nach Konopkas Erfahrungen kommen immer mehr Reisegruppen nach Rugenhof. So buchen gern soziale Einrichtungen bei ihr. Übriggens: Für Familienfeiern eignet sich der große Saal im Gemeinschaftshaus bestens.

Susanna Gilbert

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