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Rügen Beim ersten Tanz hat es damals gleich gefunkt
Vorpommern Rügen Beim ersten Tanz hat es damals gleich gefunkt
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03:34 11.09.2013
In Neuendorf wird heute gefeiert: Gerhard (84) und Helga Geißler (87) stoßen in ihrem Garten auf ihren 65. Hochzeitstag an. Quelle: Kay Steinke
Neuendorf

Vor 65 Jahren wirbelte Gerhard (84) seine Helga (87) das erste Mal über das Parkett. Damals hätten die zwei nie geglaubt, dass sie gemeinsam so alt werden würden. Heute feiern die Neuendorfer ihre eiserne Hochzeit. Und auch nach 65 Jahren Ehe können sich beide noch gut an jenen Abend erinnern.

„Das war in Esperstedt“, sagt Gerhard Geißler. „Damals war jedes Wochenende eine Tanzveranstaltung. Drei Jahre nach dem Krieg gab es noch Frauenüberschuss. Mit fünf oder sechs Mädels kam ich ins Lokal. Aber während einer Tanzpause sah ich Helga in der Saaltür stehen. Sie hatte blonde Haare, ich musste sie ansprechen.“ Diesen Moment kann Helga Geißler nicht vergessen. Sie bezeichnet ihn als schönsten ihres Lebens. „Erst war ich total erschrocken, als er mich angesprochen hat“, sagt sie. „Mir war der Bursche schon drei Monate vorher aufgefallen. Er ist mit dem Fuhrwerk des Bauern, für den er arbeitete, immer an unserem Gemischtwarenladen vorbei gefahren. Bei diesem Tanz spielte die Kapelle: Es müsste in 100 Jahren wieder so ein Frühling sein.“

Noch in der selben Woche trafen sie sich wieder und gingen ins Kino. Seitdem sind sie ein Paar. Bereits am 11. September des selben Jahres 1948 heirateten sie, auch weil sich die erste Tochter angekündigt hatte. Nachdem die Eheleute 30 Jahre auf einem Bauernhof bei Erfurt gelebt und gearbeitet hatten, folgten sie der Tochter nach Rügen. „Sie hatte früh einen Insulaner kennengelernt und lebte schon länger hier. Wir haben auf Rügen oft Urlaub gemacht“, sagt Helga Geißler. „Vor 18 Jahren wollten wir dann fest auf die Insel ziehen“, fügt Ehemann Gerhard hinzu. „Der Bauernhof wurde zu groß. Also haben wir uns auf Rügen einen Ruhesitz gebaut.“ Trotz des hohen Alters wollen sie auf ihre Gartenarbeit aber nicht ganz verzichten. „Arbeit hält uns jung und ist vielleicht auch das Geheimnis unserer langen Ehe“, sagt Gerhard Geißler. „ Im Hinterkopf sind wir jedenfalls noch Thüringer Bauern.“

Kay Steinke

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