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Rügen Beispiel Møn: Fünf Treppen und eine Rolli-Rampe
Vorpommern Rügen Beispiel Møn: Fünf Treppen und eine Rolli-Rampe
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00:05 02.11.2017
Lohme

Monika und Joachim Trautmann aus Ranzow kennen die Kreideküste seit Jahrzehnten – und zwar nicht nur die auf Rügen. Auch auf der dänischen Ostseeinsel Møn haben sie die Kreidefelsen erkundet und sind angesichts der Diskussion in ihrer Heimat völlig erstaunt: Dort herrscht sowohl am Ufer als auch auf den Wegen oberhalb des Kliffs reger Besucherverkehr – der hier auf Rügen als zu gefährlich angesehen wird. „Der Abstieg am Königsstuhl führt nicht nur zu einer starken Besucherkonzentration an einem der gefährlichsten Strandabschnitte der Insel Rügen, er verleitet Urlauber auch immer wieder zu Strandwanderungen, deren Gefahren nicht abschätzbar sind“, heißt es aus dem Schweriner Umweltministerium. „Auf Møn sind wir bei den Strandwanderungen unterhalb der Kreideküste ganzen Kindergartengruppen begegnet“, erinnert sich Monika Trautmann lächelnd. Wie die Kinder und alle anderen Wanderer dahin kamen? „Obwohl der Kreideküsten-Abschnitt nur etwa halb so lang ist wie unsere Stubnitz, gibt es dort insgesamt fünf Abgänge“, zählt ihr Mann Joachim auf.

Blick über die Ostsee zu den Kreidefelsen der Insel Møn. Quelle: Fotos: Rolf Reinecke, Maik Trettin (2)

Die Treppen an dem Hochufer, das teilweise höher als das Jasmunder ist, seien größtenteils aus Holz. Lediglich die untersten der jeweils rund 500 Stufen seien aus Metall. „Bei stärkerem Wellengang enden die direkt in der Ostsee.“ Damit der Auf- beziehungsweise Abstieg für die Besucher so angenehm wie möglich wird, gibt es an den Treppen mehrere Ruhezonen mit Bänken, auf denen die Wanderer verschnaufen und den Ausblick genießen können. Besonders angenehm ist den Rüganern eine Aussichtsplattform am Hochufer in Erinnerung, die eigens für Rollstuhlfahrer angelegt worden ist. Dort habe man jedenfalls das Gefühl, dass die Besucher willkommen seien.

Ob ein neuer Aufstieg unbedingt am Königsstuhl entstehen müsse, darüber könne man streiten. „Es gibt ein paar Meter weiter bessere Stellen, an denen der Strand breiter ist“, sagt Joachim Trautmann.

Dass die Rügener Kreideküste durch das Fehlen von Aufgängen sicherer wird, bezweifeln die Ranzower. „Es gibt jetzt schon überall illegale Aufstiege, also Stellen, wo man erkennt, dass Menschen durchgegangen sind.“ Maik Trettin

OZ

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