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Beluga-Untergang: Bundestagsausschuss leitet Untersuchungen ein

Sassnitz Beluga-Untergang: Bundestagsausschuss leitet Untersuchungen ein

Hinterbliebene des gesunkenen Kutters und Sassnitzer gedenken der auf See gebliebenen Hochseefischer.

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Der im März 1999 gesunkene Fischkutter „Beluga“ nach seiner Bergung im Sassnitzer Hafen.

Quelle: Tefan Sauer

Sassnitz. Die Ermittlungen zum „Beluga“-Unglück sind auch 18 Jahre nach dem Untergang des Fischkutters nicht abgeschlossen. Der Petitionsausschuss des Bundestages hat einen Antrag von Beate Schneider, der Witwe des beim Schiffsunglück ums Leben gekommenen Beluga-Kapitäns Frank Schneider, angenommen. Sie hatte weitere Ermittlungen beantragt, denn die genauen Umstände des Untergangs sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Nach Angaben von Lutz Riemann hat es bereits zwei Anhörungen mit Sachverständigen und Vertretern der zuständigen Ministerien sowie Militärexperten gegeben. Ein Ergebnis liege von diesen jüngsten Ermittlungen aber noch nicht vor. Riemann ist Journalist. Er recherchiert seit Jahren zusammen mit seinem Berufskollegen Michael Schmidt zum Beluga-Unglück. Beide haben darüber schon ein Buch verfasst.

Die Hinterbliebenen des Beluga-Unglücks gedacht mit etwa 30 Sassnitzern genau 18 Jahre nach dem Unglück am Gedenkstein für die auf See gebliebenen Hochseefischer und Seeleute in der Hafenstadt auf Rügen der Toten. Die Beluga sank in der Nacht vom 17. zum 18. März 1999. Bei dem Unglück kamen neben dem Kapitän des Schiffes auch dessen Maschinist Hartmut Gleixner und Lehrling Martin Senfft ums Leben. Während das oberste Seeamt Fremdeinwirkung als Unglücksursache ausschließt, vermuten Lutz Riemann sowie erfahrene Fischer und die Hinterbliebenen, dass ein militärischer Schleppverband den Untergang verursacht haben könnte. Zum Zeitpunkt des Unglücks fand im Seegebiet zwischen Rügen und Bornholm ein Manöver statt.

Udo Burwitz

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