Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Bernsteinkönigin: Mit Helm statt Krone an der Spritze
Vorpommern Rügen Bernsteinkönigin: Mit Helm statt Krone an der Spritze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:40 21.10.2017
1 Quelle: Uwe Driest
Anzeige
Göhren

Nach ihrer Wahl war die neue Bernsteinkönigin mitsamt Gefolge von der Nordperdhalle in ihre Stammkneipe gezogen. Dort, im Göhrener „Lotsen“, ließ es Antonia Fritz erst einmal tüchtig krachen. „Nur das Diadem und meine Schärpe hatte ich in Sicherheit gebracht“, sagt sie. In der Gaststätte sei dann auch ihr Freund Fabian (22) dabei gewesen. Der arbeitet als Installateur und fährt in seiner Freizeit Moto-Cross-Rennen. „Ausgerechnet am Sonnabend hatte er ein Rennen in der Hobby-Klasse B, das er auch prompt gewann“, erzählt sie. So kam es zur ausgelassen Feier mit doppeltem Anlass.Die Blondine mit dem Garde-Maß von 1,76 Meter wurde 1999 in Gager geboren und besuchte die Grundschule Mönchgut. Das Einzelkind wuchs in der Haushälfte der Eltern auf und war in seiner Freizeit „nur draußen“. Oft fuhr sie mit dem Fahrrad über das Mönchgut oder unternahm Spaziergänge mit dem kleinen Hund der Familie über den Berg zur Oma nach Groß Zicker, „mit der ich ganz viel Zeit verbrachte“.

Die Mönchguterin Antonia Fritz (18) ist leidenschaftliche Feuerwehrfrau.

Erster Berufswunsch: Feuerwehrfrau...

Ihre zweite Liebe, die Feuerwehr, fand sie bereits vor zehn Jahren. Damals hatte Jugendwart Henry Helfeier die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr von Middelhagen, in der Schule vorgestellt. Von der Bedeutung der Feuerwehr und von gemeinsamen Aktivitäten habe er erzählt und Antonia war „hin und weg“. „Das war genau mein Ding und ich habe mich sofort angemeldet.“ Inzwischen ist sie als Betreuerin eine Art rechte Hand des Jugendwarts. So auch vor drei Wochen beim Inselpokal der Jugendfeuerwehren in Trent. Aber auch Einsätze hat die 18-Jährige bereits erlebt. Beispielsweise bei einem Schornsteinbrand in Göhren, einem Chemikalienunfall in Thiessow oder Routineeinsätzen wie dem Beseitigen von Ölspuren. Eigentlich hätte sie ihre Leidenschaft gern zum Broterwerb gemacht. „Ich wollte immer Krankenschwester werden oder zur Berufsfeuerwehr. Aber dann dachte ich, da sind eh nur Männer, die unter sich bleiben wollen.“ So begann sie eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Greifswald. Mittlerweile ist sie im dritten Lehrjahr und die Abschlussprüfung Mitte kommenden Jahres rückt näher. „Ich stecke gerade in den Prüfungen und bin zur Zeit viel zuhause, weil ich hier besser lernen kann.“ Antonia ist ein Familienmensch, der in Greifswald die Nestwärme vermisst. „Die brauche ich, um konzentriert lernen zu können.“ Wenn sie sich eine kleine Erholung gönnt, geht sie in die geliebten Zickerschen Berge oder an die Steilküste ihres Heimatortes Gager. Für die Antwort, wo sie einmal leben und arbeiten möchte, braucht sie nicht lange zu überlegen. „Auf Rügen natürlich!“. Wenn sie nicht doch noch zur Berufsfeuerwehr geht.

Anne Friederike Ziebarth

Mehr zum Thema

Schmalspurbahn steigert die Zahl der Fahrgäste auf fast 28 000 / Ausbau der Gleisstrecke geplant

16.10.2017

Workshop in Zinnowitz widmet sich auch der Nachhaltigkeit im Tourismus / Angebot für Hoteliers und Gastronomen des Ostseebades / 2018 Ortsführungen mit Audioguide

17.10.2017

Eine Mischung aus Landurlaub und Kreuzfahrt können Reisende in der kommenden Saison bei Schauinsland buchen. Aida Cruises schickt die „Perla“ bald in die Karibik und die „Prima“ in den Orient. Und Royal Caribbean sorgt für Neuheiten an Bord der „Symphony of the Seas“.

18.10.2017

Ilona und Dieter Damm wohnen am längsten hier

20.10.2017

Nele Hybsier und Tilmann Holsten segelten auf dem Atlantik, bevor sie ihren Heimathafen in Muglitz auf Rügen fanden.

20.10.2017

Sprechzeiten künftig nur am Wochenende, Feier-, und Brückentagen

20.10.2017
Anzeige