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Bienenhaltung im Kommen: Immer mehr Nachwuchs-Imker

Bergen Bienenhaltung im Kommen: Immer mehr Nachwuchs-Imker

Landesverband tagte auf Rügen / Diskussion um Mitgliedschaft in Pro Natur MV und BUND vertagt/ Bienenvölker profitieren von Grünland-Förderprogrammen

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Torsten Ellmann, Vorsitzender des Landesimkerverbands, lässt sich von Anne Schmidt von der Schweriner Imkerei Sommergold mit einem „Smoker“einnebeln. Das Gerät verwenden Imker, um Bienenvölker friedlich zu stimmen.

Quelle: Uwe Driest

Bergen. Rügen war für zwei Tage der Mittelpunkt für die Imker des Landes. Mehr als 100 nahmen am 11. Landesimkertag teil. Der stand im Zeichen der Ernährung und Gesundheit von Bienen. Und hier gab es keine guten Nachrichten: Im Tierseuchennachrichtensystem seien für 2016 unter anderem 18 Ausbrüche der Bienenkrankheit Faulbrut registriert worden.

 

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Ich hole mir Anregungen für die Rügener Im- kerei-Verkaufs- messe, die wir im April in Benz ausrichten.“ Norbert Rahn aus Benz auf Rügen

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Ich wende keinen Raps an, weil der sich nicht biologisch, also ohne Chemikalien, anbauen lässt.“ Bio-Imker Uwe Polak aus Kreien bei Lübz

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Ich hole mir Anregungen für die Rügener Im- kerei-Verkaufs- messe, die wir im April in Benz ausrichten.“ Norbert Rahn aus Benz auf Rügen

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Ich wende keinen Raps an, weil der sich nicht biologisch, also ohne Chemikalien, anbauen lässt.“ Bio-Imker Uwe Polak aus Kreien bei Lübz

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Betroffen waren dieKreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen, Rostock und die Stadt Schwerin. Die Entschädigung für die nach amtlicher Anordnung getöteten Völker werde je zur Hälfte durch die Bienenkasse und das Land getragen, erläuterte Peter Sanftleben Staatssekretär im Umweltministerium MV.

Ihm zufolge „hat Anfang dieses Monats der Bienengesundheitsdienst der Tierseuchenkasse mit Sitz in Rostock seinen Dienst aufgenommen“. Aufgabe sei es, Imker und Bienensachverständige „in imkerlichen Bereichen, darunter Völkerführung oder Seuchenbekämpfung“ zu beraten. Zudem würden nahezu alle Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen der Imkerei dienen. „Diese zielen auf die Verbesserung des Nahrungsangebotes und der Steigerung der biologischen Vielfalt durch Verringerung der Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinträge und werden von den Landwirten auf mehr als 20 Prozent der Landwirtschaftsfläche umgesetzt“, so Sanftleben. Hervorzuheben sei die Förderung für das Anlegen von Blühstreifen und -flächen. Auch mit dem „Streuobstgenussschein wird der Erhalt von Lebensräumen und Nahrungsquellen für die Bienen unterstützt“. Das Land fördere die Imkerei jährlich mit 370000 Euro.

Einer Umfrage des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei zufolge gebe es immer mehr Neu-Imker. „So hat ein Viertel aller heute in MV aktiven Imker erst nach 2010 mit der Bienenhaltung begonnen – im Durchschnittsalter von 52 Jahren. Nach derzeitigem Stand sind über 2200 Bienenhalter mit 22400 Völkern bei der Tierseuchenkasse gemeldet", zählt Sanftleben auf.

Zur Frage, ob sich Bio-Imkerei im Biosphärenreservat Südostrügen betreiben lässt, sagt Sprecher Stefan Woidig: „Auf Mönchgut sollte es unter Einsatz der Förderprogramme für Grünland-Nutzung gut machbar sein, biologische Bienen-Weiden herzustellen. Im westlichen Teil des Biosphärenreservats um Putbus gestaltet sich das wegen der großflächigen Landwirtschaft schwieriger.“ Der Rügener Imker Marco Baumgarten hält die Bio-Imkerei auf Rügen für wenig realistisch. „Aus Liebhaberei ließen sich kleine Oasen nutzen, wirtschaftlich wäre das nicht.“

Auf der Vertreterversammlung scheiterte eine Gruppe von Imkern um das Vorstandsmitglied Uwe Schultz aus Anklam mit ihrem Antrag, der Landesimkerverband möge aus dem Aktionsbündnis „Pro Natur MV“

austreten. Das hatte sich 2015 aus Bauern, Fischern, Jägern und Waldbesitzern gegründet, um die Interessen der Nutzer von Natur gegenüber Beschränkungen durch Politik und Umweltverbände zu vertreten. „Wir sehen uns bei den Umweltverbänden besser aufgehoben, weil mindestens 80 Prozent der Leistung von Bestäuberinsekten einen Nutzen für die Natur hat", erläutert Uwe Schultz sein Anliegen. Weil aber der Antrag mit keiner schriftlichen Begründung versehen gewesen sei, vertagte die Versammlung ihn auf das kommende Jahr."

Uwe Driest

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