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Rügen Binz holt die Stars an den Strand
Vorpommern Rügen Binz holt die Stars an den Strand
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14:38 20.01.2018
Zu den Konzerten am Kurplatz werden wieder tausende Menschen erwartet. Quelle: Kv Binz
Binz

In diesem Jahr wird der Ort Binz 700 Jahre alt – und feiert das mit einem ganzen Jahr voller musikalischer und kultureller Veranstaltungen. Im Juli und August sind wieder sechs große Open-air Konzerte am Kurplatz geplant, Stars wie Johannes Oerding (27. Juli) Wincent Weiss (17. August) und Silly (12. August) treten auf, es sind aber auch Geheimtipps wie die Liedermacherin Lotte oder die Newcomerin Toksi zu erleben.

Kurplatz wird bis Mai saniert

Bevor es so richtig losgeht mit den Veranstaltungen, soll aber noch ein Kernstück von Binz herausgeputzt werden: Der Kurplatz wird bis zum Mai grundlegend saniert. „Das Vorhaben ist sportlich, aber wir werden es schaffen“, ist sich Kurdirektor Kai Gardeja sicher. „Die Arbeiten umfassen unter anderem eine Erneuerung der Laubengänge, die Sanierung der Außentreppen vom Kurplatz zum Strand und eine Erneuerung der Entwässerungsanlagen. Damit verbunden ist eine Aufnahme des Pflasters im Kurplatzbereich“. Auch der Kurpavillion soll im Zuge der Arbeiten, die im Februar beginnen, ein neues Kupferdach bekommen. Insgesamt sind rund 960 000 Euro für die Sanierung veranschlagt, Fördermittel werden eingeplant.

Party auf drei Kilometern Strandlänge

Ist der Kurplatz erst fürs Jubiläum schön gemacht, reiht sich eine Veranstaltung an die andere. „Ein Highlight wird zum Beispiel das Wochenende um den 20. Juli sein“, erzählt Julia Kasiske von der Kurverwaltung. „Am Freitag tritt die Band Gestört aber Geil auf, am Sonnabend feiern wir unsere große 700-Jahre-Beach Party am Strand.“ Die Party soll eine Feier der Superlative werden. „Wir werden mit insgesamt sieben Bühnen den gesamten rund drei Kilometer langen Strand zwischen Binz und Prora bespielen“, sagt Kasiske. „Jede Bühne bietet ihr ganz eigenes musikalisches Programm, von Schlagern über RnB-Musik bis hin zu Electro.“ Internationale DJs spielen auf den unterschiedlichen Bühnen bis etwa 22 Uhr ihr Programm, danach wird alles in zwei Partys am Hotel Prora Solitaire und am Kurplatz münden. Doch das Programm im Jubiläumsjahr habe weit mehr zu bieten als das reine Feiern. „Wir sehen das Jubiläumsjahr unter dem Thema eines Dreiklangs: Rückblick, Einblick, Ausblick“, erklärt Kurdirektor Kai Gardeja. „Ein Jubiläum ist ja immer auch Grund, zurück und nach vorne zu schauen.“

Historische Postkarten mit „Grüßen aus Binz

Einen interessanten historischen Aspekt greift sicherlich die Postkartenausstellung auf, die im März im Haus des Gastes eröffnet. Unter dem Titel „Grüße aus Binz“ werden zahlreiche historische Postkarten aus dem Seebad präsentiert, auch die geschriebenen Urlaubsgrüße auf der sonst selten beachteten Rückseite der Karten werden hier gewürdigt. So erfährt man in der vom Ansichtskarten-Experten Günther Hunger betreuten Ausstellung auch einiges über das alltägliche Leben der Touristen in den vergangenen Jahrhunderten. Ein ganz neues Veranstaltungs-Format hat sich das Team der Kurverwaltung Binz für den Kurpark ausgedacht. Hier soll der „Kulturkutter“ Theater, Literatur, Musik und Kleinkunst eine neue Bühne geben. Besucher sind eingeladen, sich in den Kurpark zu setzen und in lockerer Picknick-Atmosphäre dem Kulturgenuss zu frönen. Geplant ist außerdem eine Reihe von After-Show-Talks mit Künstlern des Binzer Musiksommers an überraschenden Orten. Unter dem Titel „Mett & Gräte – Meet & Greet“ wird das Duo „Tonabnehmer“, die den Insulanern durch ihe CD „Hallo, Rügen!“ bekannt sind, den Stars die ein oder andere Geschichte aus dem Nähkästchen entlocken. Auch die beliebte „Woche der Bäderarchitektur“ vom 1. bis 8. Mai bekommt einen neue Veranstaltung. Bei der Aktion „Binzer Zaunkönige“ am 6. Mai werden die Vorgärten der Häuser zu kleinen Bühnen auf denen viel Akrobatik aber auch Taschenspielerei und Theater zu sehen sein wird.

Mütherturm wird pünktlich fertig

Der September steht im Zeichen des Binzer Hyparschalen-Baumeisters Ulrich Müther (1934-2007). Dann gibt es Vorträge und Filme über den berühmten Architekten, der unter anderem die Konzertmuschel in Sassnitz und den Teepott in Warnemünde entwarf. Für die Restaurierung des ebenfalls von Müther entworfenen Rettungsturmes in Binz kann Kai Gardeja gute Nachrichten vermelden. „Wir sind mit den Arbeiten zwei Wochen schneller als gedacht“, sagt er. „Somit sind wir zuversichtlich, dass wir den Turm im April oder Mai fertigstellen.“

Anne Friederike Ziebarth

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