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Rügen Binz legt bei Gästezahlen weiter zu
Vorpommern Rügen Binz legt bei Gästezahlen weiter zu
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00:00 27.04.2016

Ein Plus von knapp vier Prozent — das steht unterm Strich, wenn die Binzer in ihre touristische Statistik des letzten Jahres blicken — und mit dem Vorjahr vergleichen. Im größten Ostseebad der Insel wurden 2015 insgesamt 443177 Gästeankünfte und 2418257 Übernachtungen gezählt. „Und dies mit einer Bettenzahl, die in den letzten drei Jahren stagniert“, unterstrich Kurdirektor Kai Gardeja bei der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Kurverwaltung. 15182 Betten gäbe es derzeit in Binz (5200 Einwohner). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag wie im Vorjahr bei 5,5 Tagen. Gestiegen ist die durchschnittliche Auslastung, die bei 53,4 Prozent lag (2014: 52,2 Prozent). Am besten sah es in den Hotels (59 Prozent) aus, gefolgt von den Appartements (46 Prozent), den Pensionen (44 Prozent) und den Privatvermietern (35 Prozent).

Und wer sind die Binzer Gäste? „Die meisten deutschen Besucher kommen aus Berlin, NordrheinWestfalen und Brandenburg. Schweden, Schweiz, die Niederlande und Österreich sind hingegen die ausländischen Haupt-Quellmärkte“, so Gardeja, der als eines der touristischen Zugpferde und ein „längst etabliertes Format“ auch den gerade zu Ende gegangenen Rügener Wanderfrühling sieht. Die vierte Auflage unter dem Motto „Faszination Naturerlebnis“ habe wieder eine „tolle Resonanz“ erfahren. So auch in Binz, das allein 15 von insgesamt 70 Angeboten unterbreitete.

Tolle Wander- und Aktivangebote stehen auch beim diesjährigen Wanderherbst vom 14. bis 23. Oktober zur Auswahl: fachkundige Führungen durch die Natur- und Kulturlandschaften der Ostseeinsel und ihrer kleinen „Schwester“ Hiddensee, Nordic-Walking-Touren, Ausflüge auf die Halbinsel Jasmund, Erkundungen in der Granitz, Ortsrundgänge durch die Seebäder oder Führungen am Kap Arkona.

Neu ist das SportScheck WanderFestival am 15. und 16. Oktober, kündigt Kai Gardeja an. Höhepunkt wird dabei eine Zwölf-Stundentour ab fünf Uhr morgens vom Königsstuhl bis zur Halbinsel Mönchgut mit 400 bis 500 Teilnehmern sein. SportScheck, ein Handelsunternehmen für Sportartikel (Otto-Group, mehr als 30000 Artikel und 500 Marken), biete zudem ein großes Rahmenpaket an. Das Festival soll als fester Bestandteil etabliert werden, so Gardeja, der auch Geschäftsführer der Tourismuszentrale Rügen ist.

„Die Zahlen sind sehr erfreulich. Wir hatten bei den Übernachtungen in den letzten Jahren ein Wachstum von 25 Prozent. Dennoch ist das kein Grund, dass wir uns ausruhen können“, schätzte Ausschussmitglied Ulf Dohrmann (CDU) ein und hat dabei auch den Standort Prora im Blick. An einer notwendigen Infrastruktur werde derzeit „mit Hochdruck gearbeitet“, informierte Gardeja. Dabei gehe es um die Stellflächen und die Förderung von drei festen und zwei mobilen Rettungstürmen sowie Toiletten. „Das ist Binz mal zwei, was uns in Prora erwartet. Wir müssen alle Energien mobilisieren, um die Standards zu stellen und das Prädikat Seebad zu bekommen“, so Gardeja.

Neue Maßstäbe wurden im Haus des Gastes gesetzt, das nach Umbau und Renovierung wieder täglich geöffnet hat und sich modern und frisch präsentiert. Demnächst soll auch der Kleinbahnhof mit i-Punkt, Bibliothek und Museum den Touristen viel Service bieten — nun täglich von Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 16 Uhr.

Von Gerit Herold

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