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Binz sucht Brautpaar für historische Hochzeit am Strand

Binz Binz sucht Brautpaar für historische Hochzeit am Strand

Bewerber können sich noch bis zum 1. Juli melden / Die traditionelle „Sommerfrische“ wurde abgesetzt und soll ansatzweise in den „Monat der Bäderarchitektur“ mit einfließen

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André und Nadja Garbe aus Greifswald hatten im Jahre 2009 eine historische Trauung in Binz.

Quelle: Photo Zobler

Binz. Der schönste Tag des Lebens – er könnte für ein Paar im größten Ostseebad der Insel in einem ganz besonderen Rahmen wahr werden. Am Strand von Binz soll am 17. September eine historische Hochzeit im Glanze der Belle Époque zelebriert werden: Das Brautpaar im maßgeschneiderten Kleid und Anzug wie zur Jahrhundertwende, eine standesamtliche Trauung im alten Badewagen, eine vornehm gekleidete Hochzeitsgesellschaft, Übernachtungen im Luxus-Hotel, eine Kaffeetafel auf der Terrasse der Villa Haiderose unter Sonnenschirmchen, Fototermine. Das Szenario für den perfekten Tag von der Frisur bis zum Blumenstrauß steht, allein die Akteure fehlen noch. Denn noch wird ein Paar gesucht, das sich traut. Bis zum 1. Juli läuft die Ausschreibung.

Drei noble Nächte

Das glückliche Paar bekommt vom 15. bis 18. September eine Unterkunft im Vier-Sterne-Hotel inklusive Frühstück für bis zu vier Personen.

Info: Bewerbungen an: Kurverwaltung Binz, H.-Heine-Straße 7, 18609 Binz, Ansprechpartnerin: Madlen Dürrwald, ☎ 038393/148260, m.duerrwald@ostseebad-binz.de

„Wir haben bereits erste Bewerbungen“, freut sich Madlen Dürrwald von der Kurverwaltung Binz, bei der alle Fäden zusammenlaufen. Bisher sind dies ausschließlich Heiratswillige vom Festland. Aber auch Rüganer können gerne ihr Glück versuchen. Einzige Bedingungen: Die Bewerber sollten nicht älter als 35 Jahre sein und können bis zu zwei Kinder mitbringen, ihre Hochzeitsgesellschaft besteht aus maximal 15 Personen. Vor allem sollten sie Freude daran haben, fotografiert zu werden und sich selbst gut in Szene setzen können. Denn das „Historische Hochzeitspaar“ soll Werbeträger für das Ostseebad sein – und das nicht nur an diesem Tag.

„Für welches Paar wir uns entscheiden, werden wir gemeinsam beraten. Es wird vielleicht auch entscheidend sein, welche Geschichte das Paar zu erzählen hat“, meint Madlen Dürrwald.

Apropos: Die Idee einer historischen Hochzeit in Binz ist nicht ganz neu. Schon 2009 gaben sich André und Nadja Garbe aus Greifswald in einem ähnlichen Rahmen das Ja-Wort. Und zwar am 29. April in der evangelischen Kirche. Anlass war seinerzeit die 125-Jahr-Feier, die gleichzeitig Auftakt zur ersten historischen Woche „Binzer Sommerfrische um die Jahrhundertwende“ war. Diese fand in den Folgejahren immer Ende April/Anfang Mai statt. Doch dieses Jahr wurde das Konzept umgekrempelt.

„Es lebte davon, dass sich durch Binzer Bürger und Geschäftsleute – und im Laufe der Zeit auch Gäste – ein ’historischer Zeitgeist’ und eine ’historische Gesellschaft’ bildete, die das Gesellschaftsleben von vor 100 Jahren darstellte, auf der Straße, in Geschäften und in Hotels. Über die Jahre gab es allerdings nur wenig Teilnehmerzuwachs“, bilanziert Pressesprecherin Marikke Behrens. Das Ziel, große Teile des Ortes über mehrere Tage quasi in ein historisches Gewand zu stecken, habe sich aus verschiedenen Gründen praktisch nicht erreichen lassen. Im Ort habe es insgesamt zu wenig Mitwirkung und Umsetzung des Zeitreise-Formates gegeben. Letztendlich habe der verhältnismäßig hohe Aufwand der Veranstaltungsorganisation inklusive der Kostüme, Programmpunkte und Programmbegleitung durch die Kurverwaltung für ein Drei-Tage-Event nicht in Relation zum erhofften Nutzen gestanden. Auch die oftmals kühle Witterung habe zur Frage geführt, ob die Veranstaltung zu dieser Jahreszeit günstig platziert sei.

„Schlussendlich öffnet die Entscheidung gegen die Zeitreise die Tür für neue Möglichkeiten, das Veranstaltungsbudget anderweitig einzusetzen, neue Themen-Formate aufzustellen oder bestehende Veranstaltungen auszubauen“, blickt Behrens voraus. Es gebe Planungen, konzeptionelle Ansätze der Zeitreise in den traditionellen „Monat der Bäderarchitektur“ zu übernehmen, der in diesem Jahr Mitte September beginnen und bis Mitte Oktober dauern werde.

Gerit Herold

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