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Binzer Bürgermeister: „Prora wird kein zweites Heiligendamm“

Binz Binzer Bürgermeister: „Prora wird kein zweites Heiligendamm“

Strandzugänge an den Blöcken bleiben öffentlich. Die Gemeinde erwirbt Grundstücke für Promenadenausbau und Zuwegungen. Beschluss zum Verkehrskonzept steht am Donnerstag an.

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Zu Fuß soll man auch künftig in Prora an den Strand gelangen können.

Quelle: Herold, Gerit

Binz. Im Binzer Orsteil Prora wird millionenschwer in die Infrastruktur investiert. Gerade hat der Bau von drei neuen Rettungstürmen mit Toilettenanlagen am Strand begonnen. Die weitere Verlängerung der Promenade von Binz nach Prora, die jetzt an Block I endet, ist geplant. Das Problem: Die nötigen Flächen muss die Gemeinde erst von den Eigentümern erwerben, da der Bund diese seinerzeit zusammen mit den Blöcken veräußert hat. „Wir führen derzeit Gespräche mit den Investoren. Es sind teilweise zähe Verhandlungen“, erklärt Bürgermeister Karsten Schneider.

Die Promenade ist mit wichtig, um für Prora den Titel Erholungsort oder Seebad zu erlangen, was wiederum dazu berechtigt, Kurtaxe einzunehmen. Geld, das Binz braucht, um weiter in die Aufbau von Bewirtschaftungs- und Informationsstrukturen investieren zu können.

Dass sich an den Kosten auch die Investoren beteiligen, hätte in städtebaulichen Verträgen geregelt werden können. Hätte. „Das weiß man mit dem Erfahrungsschatz von heute. Ich will keinem den Schwarzen Peter zuschieben, aber dies wurde damals versäumt“, räumt Schneider Fehler ein. Ein Fehler sei es auch gewesen, dass seinerzeit die Zuwegungen nicht für die öffentliche Hand gesichert wurden. Die Zugänge zum Strand sollen aber an allen Blöcken öffentlich bleiben. „Es wird kein zweites Heiligendamm, keine Abschottung geben“, meint Schneider. Dennoch würden die Investoren nicht ganz auf Zäune verzichten.

Zur Übernahme von Flächen der BauArt GmbH (Block IV) für öffentliche Straßen werden die Gemeindevertreter auf ihre Sitzung am Donnerstag beraten und beschließen, ebenso über das Verkehrskonzept in Prora. Unter anderem soll zur nächsten Saison die Schutzplanke in Richtung Sassnitz geöffnet werden, um den Verkehr abzuleiten. Eine weitere Maßnahme ist der Ausbau des Verkehrsknotens L29/Poststraße/Mukraner Straße (Prora Nord).

Gerit Herold

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