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Rügen Bio-Gemüse zum Mitnehmen
Vorpommern Rügen Bio-Gemüse zum Mitnehmen
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00:00 12.08.2016
Peter und Erika Jürgens gärtnern leidenschaftlich gerne. Schädlinge werden von ihren Laufenten in Schach gehalten.

Sonst ist handaufgezogenes Gemüse der Renner in der Küche von Familie Jürgens aus Woldenitz. Heute warten aber nicht nur Möhren und Kohl in der Auflaufform, es gesellt sich auch feiner Fisch dazu. Grund für das Festmahl: Sohn, Schwiegertochter und Enkel Yanic (13) aus „Rand-Berlin“ haben ihren Besuch angekündigt. Die Dorsche für den Auflauf hat Erika Jürgens vom Fischer Lars Pohland bekommen, einem guten Bekannten ihres Mannes. Auch Peter Jürgens ist übrigens ein begnadeter Angler: Im Sommer belegte er mit einem 62-er Dorsch den dritten Platz beim Dorsch-Cup von Glowe und erhielt dafür eine Multirolle für seine Angel.

„Kennengelernt habe ich meinen Peter schon mit 16 Jahren und mit 20 Jahren war ich schwanger“, erzählt Erika Jürgens. Jetzt wohnt die Familie des Sohnes am Rande der Hauptstadt im ehemaligen Haus der Eltern, bevor diese nach Rügen zogen. In der alten Heimat hatte Peter Jürgens zunächst als Kraftfahrer bei der Bäuerlichen Handelsgesellschaft (BGH) gearbeitet. Später machte er sich selbstständig und stieg auf ein Pferdefuhrwerk um, mit dem er Gartenabfälle zur Deponie oder Möbel ins neue Heim transportierte. Hafer für die beiden Haflinger habe es in der Planwirtschaft nicht gegeben. „Aber für Gänse – und so schafften wir uns welche an, nahmen den Hafer aber für die Pferde“, erzählt er verschmitzt. „Als nach der Wende der Verkehr zunahm, wurde mir die Arbeit zu gefährlich“, sagt er. Da habe er kurzerhand einen Kiosk vor das Haus gebaut, in welchem er Gemüse verkaufte, das er in West-Berlin besorgte. „In der Zeit nach der Wende wollten die Leute alles aus dem Westen und sogar West-Petersilie" essen“, erinnert sich Ehefrau Erika. In jener Zeit entstand die Leidenschaft für den Gemüseanbau und das Ehepaar Jürgens zieht heute sein Gemüse „streng biologisch“ groß und bietet es vorbeikommenden Radfahrern am Straßenrand gegen eine „Kasse des Vertrauens“ zum Kauf an. Auch die gemeinsame Zeit mit den Pferden hinterließ Spuren. So hat das tierliebe Paar schon mal zwei Pferde vor dem Schlachter gerettet und die kleine Hündin Inka ist im Seniorenalter von 15, hat nur ein Auge, kann Besucher mit dem anderen aber unwiderstehlich anschmachten.

OZ

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