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Brutaler Überfall in Binz: Casino-Mitarbeiter gefesselt

Binz Brutaler Überfall in Binz: Casino-Mitarbeiter gefesselt

Unbekannte haben in der Nacht zum Montag zwei Mitarbeiter der Spielbank nach ihrer Schicht niedergeschlagen. Das Casino ist bereits zweimal überfallen worden.

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Besucher stehen vor verschlossener Tür: Das Casino in Binz blieb gestern nach einem Überfall auf zwei Mitarbeiter geschlossen.

Quelle: Dieter Lindemann

Binz. Schwerer Raub — nach dem Raubüberfall auf die Spielbank in Binz im vergangenen Jahr sind in der Nacht zum Montag zwei Mitarbeiter der Spielbank nach ihrer Schicht von Unbekannten überwältigt worden. Die Polizei ermittelt nun, ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Taten gibt.

Gegen 2.50 Uhr hatten die Mitarbeiter nach ihrem Dienst die Spielbank in der Binzer Hauptstraße verlassen und waren zu ihren Autos gegangen. Beim Einsteigen wurden beide von zwei mit Sturmhauben vermummten Männern niedergeschlagen, gefesselt und in die Kofferräume ihrer Autos gesperrt. Den beiden Mitarbeitern gelang es schließlich, sich aus ihrer Lage zu befreien und über einen in der Nähe wohnenden Kollegen die Polizei zu informieren.

Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb trotz Unterstützung von Einsatzkräften der benachbarten Polizeireviere, der Wasserschutz- und der Bundespolizei ohne Erfolg. Mit acht Funkwagen hätten Beamte das Gemeindegebiet von Binz und die Ausfallstraßen der Insel kontrolliert, sagte Polizeihauptkommissar Andreas Scholz vom Polizeipräsidium Neubrandenburg. Auch die Spurensicherung und die ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei begannen noch in der Nacht. Die Polizei vermutet, dass die Täter die Zugangsberechtigungen der Mitarbeiter rauben und sich damit Zugang zur Spielbank verschaffen wollten. „Mindestens eine der Zugangsberechtigungen ist weg“, bestätigte Scholz. Ob es den Tätern gelungen sei, in die Spielbank einzudringen und ob dort etwas entwendet wurde, werde zurzeit noch ermittelt.

„Eingebrochen worden ist definitiv nicht und es fehlt auch nichts“, sagte Achim Lerm, Technischer Direktor der Ostseespielbanken, auf OZ-Anfrage. Zurzeit würden die Alarmprotokolle ausgewertet, um zu prüfen, ob die Täter versucht hätten, in die Spielbank einzudringen. Die betroffenen Mitarbeiter im Alter von 26 und 35 Jahren stünden noch immer unter Schock. Sie wurden bei dem Überfall leicht am Kopf verletzt, ein Krankenhausaufenthalt war nicht notwendig. „Das war schon ein brutaler Überfall, ich bin schockiert, mit welcher Dreistigkeit die Menschen zu Werke gehen“, sagt Lerm erschüttert.

Noch in der Nacht seien er und weitere Mitarbeiter über die Tat informiert worden. „Viele haben kein Auge mehr zugetan.“

Auf einem Schild konnten Besucher gestern lesen, dass die Spielbank für einen Tag geschlossen bleibt. „Das Materielle steht erst mal im Hintergrund. Wir wollen versuchen, die Mitarbeiter durch Gespräche aufzufangen und psychologisch zu betreuen“, sagte Lerm.

Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Anklam übernommen, die auch im Raubüberfall vom 18. September 2013 auf die Spielbank Binz ermittelt. Damals waren zwei maskierte Täter in die Spielbank eingedrungen und hatten mit einem pistolenähnlichen Gegenstand Angestellte und Gäste bedroht. Die Polizei ermittelte einen 22-jährigen Tatverdächtigen aus Binz, gegen den sich der Verdacht jedoch nicht bestätigte. Einen weiteren Überfall hatte es 2012 gegeben.

Betrieb der Spielbanken wird eingestellt
6,5 Millionen Euro brutto ließen Spieler 2012 in den Ostsee-Casinos in Binz, Stralsund und Heringsdorf. Laut der zuletzt veröffentlichten Bilanz 2012 fuhren die drei Spielbanken rund 670 000 Euro Verluste ein. Nun wird der Betrieb zum 14. Mai eingestellt, weil die Konzession ausläuft.

 



Stefanie Büssing

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