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Rügen Buntes Buffet der Nationen
Vorpommern Rügen Buntes Buffet der Nationen
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11:22 15.10.2018
„Kulinarischer und kultureller Länderabend“ in Frankenthal. Quelle: Uwe Driest
Samtens

Mit den Trompeten-Klängen der Europa-Hymne „Ode an die Freude“ eröffnete der „kulinarische und kulturelle Länderabend“ am Sonnabend auf dem „Lebensgut Frankenthal“. Die gesellige Veranstaltung fand unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen auf Rügen statt. Neben Spielen und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein gab es vor allem ein großes und buntes Buffet. „Bei den Vorbereitungen halfen schon ab zehn Uhr am Vormittag zwei Dutzend Menschen aus Afghanistan, Syrien, Kurdistan, Armenien, und der Ukraine in der großen Küche mit“, erzählt Corinna Gregull vom Jugendring Rügen. Der trägt die Projektwoche gemeinsam mit dem Medieninformationszentrum und dem Nachbarschaftszentrum Rotensee.

Interkulturelle WochenZwei weitere Veranstaltungen finden statt. Ein „Workshop zur interkulturellen Sensibilisierung“ (2. 11. von 9 bis 17 Uhr im Jugendring Rügen) und zum Abschluss gibt es noch einmal ein internationales Buffet im Nachbarschaftszentrum Rotensee (16. 11. von 15 bis 18 Uhr).

Während die Erwachsenen sich den internationalen Spezialitäten des Buffets zuwandten, tobte Kinder ausgelassen auf den großen Flächen des Hofes, saßen zu dritt auf einer Schaukel, die am Ast eines mächtigen Baumes hing oder versuchten, mit Stelzen zu laufen. Wer es sich zutraute, nahm am Trommel-Workshop teil, half, Obst zu entsaften oder das große Rügen-Puzzle zu vervollständigen. Amina aus Syrien tobte mit ihren Schwestern und neuen Freundinnen über die Strohballen unter dem Scheunendach. Am späten Nachmittag gab es dann eine interaktive Feuer-Show.

Begegnungen von Helfern und Flüchtlngen

Heinz Schulte Ladbeck aus Volkvitz und seine Frau Karin trafen Bekannte aus der Zeit, als sie in der Flüchtlingshilfe aktiv waren. Dazu kamen sie, nachdem sie im Herbst 2015 Kleidung zum Jugendring gebracht hatten. Für einige Zeit gaben sie Deutsch-Unterricht, betreuten eine Frauengruppe oder halfen bei Behördengängen. Dabei lernte das Ehepaar auch den Syrer Iyad Alghaviti kennen, der vor vier Jahren mit Frau und vier Kindern aus der Region nahe Damaskus floh, einem Zentrum des Bürgerkriegs. Das fünfte Kind der Familie wurde bereits in Deutschland geboren. Er fand Arbeit, die Kinder sind in der Schule. Die älteste Tochter besucht das Gymnasium, eine andere lernt in der Gastronomie. Die Familie möchte auf Rügen bleiben und sich hier eine Existenz aufbauen.

Neue Koordinatorin für die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe ist Natascha Kaczmarek (39). „Wir suchen immer weitere Helfer, die gern zum nächsten Treffen am 25. 10. um 17 Uhr im Jugendring kommen können“, sagt sie. Die Interkulturellen Wochen begannen Ende September mit einem „Café International“ auf dem Bergener Markt. Am 29. 10. beginnen die „Entwicklugnspolitischen Tage“.

Driest Uwe

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