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Rügen Carmen Kannengießer: AG 2030 braucht neuen Schwung
Vorpommern Rügen Carmen Kannengießer: AG 2030 braucht neuen Schwung
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11:53 14.05.2018
Carmen Kannengießer vom Bürgerbündnis Bergen geht die Ideenfindung zur Entwicklung der Stadt nicht schnell genug voran. Quelle: Reimer Wulf
Bergen

Carmen Kannengießer geht die Suche nach Ideen zur Stadtentwicklung zu langsam. Dieser Tage erneuerte sie gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG ihre Kritik an Kristine Kasten (SPD), als Stadtvertreterin nicht ihre ganze Kraft zum Wohle Bergens einzusetzen. „Was ist denn mit der Arbeitsgruppe 2030, die ja eigens dafür geschaffen wurde und deren Sprecherin Frau Kasten ist?“, fragt die Fraktionsvorsitzende des Bürgerbündnisses Bergen (BBB). „Wenn jemand aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage ist, seine Aufgaben zu erfüllen, muss er diese an jemand anderen übergeben.“ Damit spielt Kannengießer auf die lange Erkrankung von Kristine Kasten an, wegen der – wie die SPD-Frau selbst sagt – unter anderem die AG 2030 ein Jahr nicht tagen konnte.

„Nehme Vorwurf nicht an“

„Ich bin Vorsitzende der SPD-Fraktion, Vorsitzende des Finanzausschusses, und ich nehme an allen Versammlungen teil“, verteidigte sich Kristine Kasten auf der letzten Stadtvertretersitzung im April, wo Kannengießer ihre Kritik erstmals öffentlich geäußert hatte. „Untätigkeit möchte ich mir in meiner Arbeit seit 1990 nicht vorwerfen lassen. Und ich möchte mich hier auch nicht rechtfertigen müssen“Mit ihrer Kritik war Kannengießer darüber hinaus unter den anderen Volksvertretern auf Ablehnung gestoßen. Peter Wendekamm von der Linkspartei bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet. „Ich danke Frau Kasten für ihre Arbeit“, sagte der Fraktionsvorsitzende. „Und die AG 2030 kann nur in Zusammenarbeit aller funktionieren.“Axel Thiede, CDU-Fraktion, fand, es sei „kein schöner Zug, die Kritik an Kristine Kasten in aller Öffentlichkeit breitzutreten. Ich schätze die Arbeit von Frau Kasten sehr, nicht nur als Stadtvertreterin, sondern auch darüber hinaus“.Auch André Schröder (Linksfraktion) sang ein Loblied auf die Sozialdemokratin, die sich aus seiner Sicht vor allem sehr für das Bergener Kriegerdenkmal engagiert habe – ein Steckenpferd Schröders.

„Überfordert“

Carmen Kannengießer sieht gerade in der Anhäufung von Funktionen und Aufgaben bei Kristine Kasten das Problem. „Sie ist im Kreistag, Fraktionsvorsitzende in der Stadtvertretung, Ausschussvorsitzende, Vorstand im Bergener Stadtentwicklungsverein, arbeitet beim Kreis in der Arbeitsgruppe ,Block V’ mit ... Wie will sie da ihre Kraft noch für die AG 2030 aufbringen, wo es so wichtig wäre, Ideen zu entwickeln“, sagt Kannengießer. Natürlich sei das ein engagiertes Verhalten, findet die BBB-Fraktionsvorsitzende. Allerdings könne sie sich vorstellen, dass so viele Dinge eine einzelne Person überfordern könnten. „Ich kann nicht verstehen, dass sich Frau Kasten von meiner Kritik so sehr angegriffen fühlte“, sagt Carmen Kannengießer weiter, die findet, dass man vor den Tatsachen nicht die Augen verschließen solle.Carmen Kannengießer kündigt an, den eingeschlagenen Weg weitergehen zu wollen. Die AG 2030 benötige neuen Schwung, müsse neu austariert oder aufgelöst werden. Wenn dort keine Ideen für Bergen auf Rügen entwickelt würden, mache sie keinen Sinn.

Berndt Jens-Uwe

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