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„Casper Otten“ löst „Putbus“ ab

Putbus „Casper Otten“ löst „Putbus“ ab

Das Lauterbacher Seenotrettungsboot wird künftig bei Rettungsfahrten im Hamburger Hafen eingesetzt.

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Ein letztes Mal stach Horst Freybier mit seiner „Putbus“ in See.

Quelle: Uwe Driest

Putbus. Wenn die Putbusser ihren Stadthafen besuchen, sehen sie ab heute ein neues Schiff. Die „Casper Otten“ löst nach 23<TH>Jahren das Seenotrettungsschiff „Putbus“ ab. Die hatte fast ein Vierteljahrhundert lang im Auftrag der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Dienst getan und trat nun den Weg zurück nach Bremen an. Am Sitz der DGzRS wird sie in der hauseigenen Werft überholt und an die Lebenretter in Altona verkauft. Künftig soll sie unter dem Namen „Greif 1“ für die Wasserrettung im Hamburger Hafen und auf der Elbe eingesetzt werden. Um fünf Uhr in der Früh hatte Horst Freybier am Sonntag vergangener Woche ein letztes Mal das Ruder übernommen, um gemeinsam mit Rettungsmann Jochen Ruppert von Lauterbach aus Richtung Bremen in See zu stechen. „Dort erhielten wir eine Einweisung für das neue Boot und nahmen den Stralsunder Vormann Günter Towara an Bord, der von dort schon Erfahrungen mit diesem Bootstyp mitbringt“, erzählt Freybier. In mehreren Tagesetappen ging es zunächst Richtung Nordsee – mit jeweils einer Übernachtung vor und nach der Durchquerung des Nord-Ostsee-Kanals. Auf der Hinfahrt in Laboe – mit anschließender Übernachtung in Cuxhaven und auf der Rückfahrt in Brunsbüttel. „Die ’Putbus’ ist ein stabiles, sicheres Schiff, das uns bei jeder Windstärke immer sicher nach Hause brachte“, sagt der Vormann. Ein komisches Gefühl sei das schon, nach so langer Zeit Abschied zu nehmen. „In diesen 23 Jahren haben wir mit ihr 392 Einsätze gefahren und dabei 913 Personen gerettet oder aus Gefahrensituationen befreit“, zählt Freybier auf. Der 1938 in Putbus-Neuendorf geborene Vormann gehört selber zur „Erstausstattung“ der Seenotrettungsstation Lauterbach, die er von Anfang an als Vormann leitete. „In dieser Zeit habe ich 30 Rettungsleute ausgebildet“, erzählt er.

Ganze Familie im Dienst der DGzRS

Für ein Vierteljahrhundert ehrenamtlicher Tätigkeit erhielt Freybier im vergangenen Jahr die Ehrennadel in Gold der DGzRS. Auch Freybiers Frau Helga, Sohn Ulf, Tochter Kirsten und Schwiegersohn Jörg sind im Ehrenamt für die Seenotretter tätig. Enkel Martin sogar seit 16 Jahren festangestellt auf dem am Darßer Ort liegenden Seenotschiff „Theo Fischer“. „Der hat die ,Putbus’ schon im Alter von acht Jahren gefahren“, erzählt Freybier, bevor er weltweit auf Tankern unterwegs war.Während die Hinfahrt reibungslos verlief, mussten Freybier und Crew auf der Rückfahrt mit dem getauschten Boot, der nach dem Langeooger Vormann benannten „Casper Otten“ einen Zwischenstopp in Stralsund wegen eines technischen Problems einlegen.

Uwe Driest

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