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Rügen Das Glück im Bungalow am Bodden gefunden
Vorpommern Rügen Das Glück im Bungalow am Bodden gefunden
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00:00 07.10.2016
Gerda und Herbert Weber genießen die schönen Tage des Jahres auf ihrer Datsche.

„Wir haben es gut erwischt“, sagen Gerda und Herbert Weber, während sie vom Balkon ihres idyllischen Sommerhauses über den Breetzer Bodden nach Vieregge schauen.

Tatsächlich hätte es schlimmer kommen können, als die Familie Weber vor nunmehr 45 Jahren ihren sächsischen Wohnort Bad Düben verlassen musste, weil der Gesundheitszustand ihres asthmakranken Sohnes René kritisch wurde. Dessen Vater, ein ausgebildeter Landwirt und Diplom-Betriebswirt, fand sogleich eine neue Stelle als Leiter der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschadft „Ernst Thälmann“

in Breege, die Mutter eine Anstellung als Grundschullehrerin im selben Ort.

Glück hatten die Webers auch mit ihrem ersten Wohnquartier auf Deutschlands größter Insel : Aus dem „herrlichen“ Altbau nahe am Strand von Juliusruh „wären wir nicht weggezogen“, wenn die Erben das Haus nicht verkauft hätten. Doch auch die jetzige Sassnitzer Wohnung des heute 75 und 77 Jahre alten Rentnerpaares hat ihre Vorzüge: „Durch die kahlen Äste hindurch können wir im Winter auf die Ostsee sehen." Von Mitte April an allerdings – und dies seit fast 40 Jahren – findet man die vierfachen Großeltern auf ihrem Sommergrundstück an der Kamminer Fähre. Der ursprünglich eingeschossige Bungalow wurde von ihnen nach und nach erweitert, der Garten angelegt und gepflegt. „Mein Mann“, so erklärt Gerda Weber beim Rundgang durch die weitläufige Anlage, „ist für die schweren Arbeiten zuständig, und ich kümmere mich um die Blumen.“

Aktiv bleiben ist die Zauberformel, die die Beiden jung hält. „Wir haben wenig Freizeit“, gesteht Herbert Weber. Denn neben der Gartenarbeit spielt er noch Badminton, fährt mit Frau und Boot zum Schwimmen auf den Bodden hinaus. Und schließlich verwandelt er auch noch alte Baumstämme zu Skulpturen.

Seine Frau Gerda wiederum hatte sich der Töpferei verschrieben und singt jetzt im Sassnitzer Volkschor mit. Falls ihr dazu noch genügend Zeit bleibt. Denn in den Ferien sind zumeist die Enkel bei ihnen zu Besuch.

Im Sommer der Blick auf den Bodden, im Winter das Ostseepanorama vor Augen – „das haben wir uns erträumt“, fassen Webers ihr Glück zusammen.

S. Gilbert

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