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Rügen Das Reiten macht den Unterschied
Vorpommern Rügen Das Reiten macht den Unterschied
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08:00 31.08.2018
Männerspiele: Klaus von Alkun (Alexander Koll, l.) und Goedeke Michels (Alexander Hanfland, fällt um) messen ihre Kräfte. Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Ralswiek

Die Pferde waren bei den Störtebeker Festspielen immer schon eine Herausforderung für Schauspieler und Crew. Dieses Jahr stehen die Vierbeiner aber besonders im Fokus. Vielleicht, weil nur die wenigsten Darsteller reiten konnten, bevor sie in Ralswiek anheuerten.

Die Störtebeker Festspiele gehen mit „Ruf der Freiheit“ in die letzte Woche. Am 8. September ist die finale Aufführung.

Besonders schwierig wurde es für Hauptdarsteller Alexander Koll, der in mehreren Vorstellungen vom Pferd fiel. Für einen Klaus Störtebeker durchaus unangenehm. Man könnte sich das Ganze zwar schönreden, ist Koll doch als Klaus von Alkun erst noch auf dem Weg zum Piraten. Allerdings kam der adlige Sohn gerade von den Kreuzzügen aus dem Orient zurück. Und dort dürften Reitkünste Vorauassetzung fürs Überleben gewesen sein. Also ist da noch Luft nach oben.Sein künftiger Freund und Mitstreiter, Goedeke Michels (Alexander Hanfland), ist da ein wenig anders gestrickt, sieht er im stürmischen Anritt den größten Spaß überhaupt – wie er gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG verriet.

Die Frauen, die in „Ruf der Freiheit“ eher seltener zu Pferde durch die Szenerie preschen, haben es da leichter – könnte man meinen. Aber Selma (Sina Valeska Jung) kämpft sich zu Fuß so manches Mal durch eine Kraterlandschaft: hinterlassen von den Pferden, die tiefe Spuren in den Sand graben. Und die ungestümen Rosse haben mit den Dellen manchmal selbst ihre Müh und stolpern – was wiederum hin und wieder den Reiter aus dem Sattel wirft.

Bei allem Sinnieren über die Rolle der Pferde bleibt eines beim Publikum haften: Der neue Titelheld hat sich etabliert. Groß, stattlich und präsent hat sich Alexander Koll in die Herzen der Fangemeinde gespielt. Auch Alexander Hanfland kann in eine rosige Zukunft als Piratenkapitän blicken, gehört er doch bereits nach dieser ersten Saison zu den Publikumslieblingen.

Diese Liste dürfte aber ganz klar Volker Zack als Der Kleene anführen. Zwischen frech und unendlich putzig witzelt er sich durch das Stück, ohne zu übertreiben oder unter der Gürtellinie zu landen.Übertroffen haben sich die Stückeschreiber diesmal mit der Störtebeker-Gegenspielerin Dorotheo zu Achenbach (Nicola Ruf). Sie ist bitterböse, und Ruf spielt die Facetten der Fiesheit mit einer Leidenschaft wie es einst der auf Bösewichte spezialisierte Mario Ramos in seinem Rollen tat.Und nach der Show gibt es für so manchen Schauspieler eine zusätzliche Reitstunde, damit es auf der Bühne authetisch wirkt.

Jens-Uwe Berndt

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