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Rügen Das große Familientreffen
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00:00 04.12.2017
Sven Huck arbeitet in der Woche in den Werkstätten und hilft beim Bauen von Strandkörben. Am Wochenende hat er Holz mit dem Gesicht des Weihnachtsmannes bemalt. Quelle: Fotos: Christine Zillmer
Bergen

Über 3000 Gäste an nur zwei Tagen – der Weihnachtsbasar des DRK ins Bergens Ortsteil Tilzow war zum 19. Mal ein voller Erfolg. Lichter, Tannenbäume, Weihnachtsschmuck und gute Stimmung erwartete die Besucher in den Behinderten-Werkstätten der Sozialeinrichtung.

Beim Basar in den DRK-Werkstätten waren mehr als 3000 Gäste – darunter viele Stammbesucher

Genau das ist das Besondere an dem Weihnachtsbasar. Traditionell am ersten Adventswochenende öffneten sich die Türen der Werkstätten. Vielfältige Handwerks- und Bastelarbeiten, Naschzeug, Bücher, Kalender, Holzprodukte und Weihnachtsschmuck wurden von behinderten Menschen hergestellt und verkauft. Die fast 50 Aussteller haben monatelang gebastelt und gewerkelt, um ihre Produkte anbieten zu können.

Fröbelsterne, Venussterne, Aureliosterne – es blinkte, glitzerte und leuchtete nicht nur am Stand von Petra Fellner. „Die Weihnachtssterne bastle ich selbst, es dauert circa eine Stunde bis einer fertig ist“, sagte die Ausstellerin. Bereits zum zweiten Mal verkaufte sie ihren Traditionsschmuck auf diesem Weihnachtsbasar. „Mir gefällt es. Ich habe gleich zugeschlagen und eine Christbaumkugel erstanden“, sagte Sandra Raimann (39). Sie selbst arbeitet beim DRK und betreut behinderte Menschen.

Marlies und Horst Braesel aus Bergen sind Stammgäste in Tilzow. „Wir kommen jedes Jahr hier her. Die Atmosphäre gefällt uns. Wir staunen immer wieder, wie toll Menschen mit einem Handicap Beutel besticken können“, erzählte das Paar.

In den Hallen des DRK in Tilzow ging es gemütlich zu. Neben den Ständen gab es reichlich zu essen und zu trinken. Am Klavier wurde weihnachtliche Musik gespielt und der prächtig geschmückte Tannenbaum ragte bis unter die Decke.

„Wir sind jedes Jahr auf 1000 bis 1500 Gäste vorbereitet und das an jeweils beiden Tagen“, sagte Jörg Schlanert, Ehrenamtskoordinator beim DRK. „Unsere Gäste kommen immer wieder gern und unsere Aussteller fühlen sich wohl. Wir sind eine große Familie.“

Fred Reimer (61) verkaufte mit seiner Frau hinter einem bunt geschmückten Tisch. „Wir sind ein gutes Team, ich sammle das Material und meine Frau bastelt was Tolles daraus.“ Regina Reimer (59) packte die Tüten für ihre Stammkunden mit selbst hergestelltem Holzschmuck. „Man kennt sich hier, viele Leute sehe ich jedes Jahr“, erzählte auch Monika Belhional aus Bergen. Sie kümmert sich um ihren behinderten Mann. „Er kann heute leider nicht dabei sein, was sehr schade ist.“

Auf den Sitzbänken der Porzelanmalermeisterin Anja Gehrke (43) aus Garz tummelten sich viele Kinder und bemalten weiße Tassen und Teller mit selbst gewählten Motiven. „Meine Kunden können ihre Werke mit nach Hause nehmen und diese dann dort brennen. Das ist eine kreative Geschenkidee.“ Am Tisch malte auch Lana (11). „Ich möchte diese Tasse meiner Mama schenken“, erzählte die Schülerin.

Ein großer Pfeil wies den Weg in das Puppentheater. Auf großen Matten sitzend, schauten viele Kinderaugen auf die Handpuppenbühne und konnten sich davon überzeugen, dass Frau Holle den Schnee macht.

„Tri, Tra, Trallalla . . . seid ihr auch alle daaaa?“, hörten die Zuschauer die Stimmen der Kindergartenmitarbeiterinnen aus Bergen Annett Langer (37) und Sarah Grumbach (27). „Mal sehen, wie die Stimmung heute so wird, im letzten Jahr führten wir „Hänsel und Gretel auf“, so die Erzieherin Langer. Mit großen Augen verfolgten Eltern und Kinder gleichermaßen die Geschichte von „Goldmarie“ und „Pechmarie“.

Im Haus wurde an den zwei Basartagen noch ordentlich gewerkelt. Das bunt gemischte Publikum konnte sich in der Schauwerkstatt von den Fähigkeiten der behinderten Werkstättenmitarbeiter überzeugen.

„Ich bemale Holz mit dem Gesicht des Weihnachtsmannes für diesen Basar“, sagte Sven Huck stolz. Der 39-Jährige hilft auch sonst beim Bauen von Strandkörben, Vogelhäusern und anderen Holzarbeiten.

„Wir nutzen diesen Weihnachtsbasar auch dazu, um Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, was wir herstellen können.“ Der Produktionsleiter Olaf Grygas aus Barth arbeitet seit 2011 im Unternehmen und ist immer auf der Suche nach neuen Ideen für seine Schützlinge. „Wir leben natürlich vom Verkauf und den Aufträgen unserer Kunden“, sagte der 46-Jährige.

Christine Zillmer

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