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Rügen Der Bart muss ab - aber nur für einen guten Zweck!
Vorpommern Rügen Der Bart muss ab - aber nur für einen guten Zweck!
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15:45 22.04.2017
Torsten Zink, Bergener CDU-Abgeordneter, will sich von seinem Bart trennen. Aber nur für einen guten Zweck. Quelle: Anne Ziebarth
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Bergen

„Bis zum 29. Juni bleibt der Bart noch dran – dann ist Schluss!“ Torsten Zink, Bauausschussvorsitzender der Stadt Bergen, will seinen 50. Geburtstag zum Anlass nehmen, sich von seinem üppigen Vollbart zu trennen. Der Bart habe bei Freunden ein geteiltes Echo hervorgerufen – einige Neckereien, wann der Bart denn endlich abkomme, habe es schon gegeben, so Zink.

Passend zum Geburtstag habe er sich schweren Herzens entschlossen, sich von dem Bart zu trennen. „Aber nicht ohne Gegenleistung“, lächelt der 49-Jährige. „Ich möchte für finanzielle Unterstützung der Jugendfeuerwehr werben. Blumen oder Geschenke zum Geburtstag brauche ich nicht“, sagt er. „Die Jugendabteilung unserer Bergener Feuerwehr aber kann jede Spende gut gebrauchen. Da ist das Geld gut angelegt.“ Die Rolle der Jugendarbeit durch die Feuerwehr in der Gesellschaft werde oft unterschätzt, meint der CDU-Abgeordnete. „Die Feuerwehr bietet Jugendlichen die Möglichkeit ihre Freizeit sinnvoll und trotzdem mit viel Spaß zu verbringen. Es gibt leider immer noch viele junge Menschen, die nachmittags einfach nur abhängen.“.

Mit dem Geld soll ein Sommercamp der Jugendfeuerwehr finanziert werden

Auf die Idee mit der Spende sei er anlässlich der Anschaffungskosten eines Türöffnungssets für die Feuerwehr gekommen. „Wehrführer André Muswiek hatte mir erzählt, dass Türöffnungen mit der bisherigen Ausstattung schwierig seien, da mit der älteren Technik häufig das ganze Schloss in Mitleidenschaft gezogen wird“, sagt Zink. „Dann haben der Verkehrsausschussvorsitzende Sven Fröhlich und ich uns zusammengetan und 1000 Euro gespendet. Die Stadt Bergen hat die noch fehlenden 3500 Euro beigesteuert.“

Mit dem davon gekauften Ausrüstungskoffer verfüge die Feuerwehr jetzt über die Möglichkeit, annähernd jedes Schloss zu öffnen. „Das sind aber nur die Kosten für eine technische Komponente. Die Jugendarbeit muss auch finanziert werden, ich sehe die Präventionsarbeit und Nachwuchsgewinnung gerade im Hinblick auf das gestiegene Durchschnittsalter der Kameraden als unheimlich wichtig an“, so Zink. Helmut Seilert, Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Bergen weiß schon genau, wofür er das Geld einsetzen möchte: „Wir haben mit unserem Nachwuchs wieder ein großes Sommerlager geplant“, berichtet er.

Die richtige Bartpflege ist das A und O

„Ich lasse den Bart normalerweise immer während der Monate des Winterdienstes stehen. Aber so lang wie jetzt war er noch nicht“, sagt Zink und streicht sich durch den Bart. Bartpflege ist dem noch 49-Jährigen wichtig. Der Bart dürfe auf gar keinen Fall ungepflegt aussehen. „Der Zeitaufwand ist nicht ohne“, beschreibt Zink. „20 Minuten muss man dafür morgens schon einplanen.“ Zunächst wird der Bart gewaschen, dann mit Bartöl behandelt und schließlich mit Bartwachs in Form gebracht. „Geschnitten habe ich den Bart in den Monaten nicht. Nur an der Oberlippe muss ich stutzen, sonst bleibt da doch mal ein Essensrest hängen – und das geht auf gar keinen Fall“, meint er.

Es gebe aber auch positive Stimmen zum Bart. Ein Angelvereinskamerad habe bei seinem Anblick „Oh, da kommt der Sultan!“ gerufen. Das sei doch amüsant. Eines der nettesten Komplimente habe er übrigens von seiner Enkelin bekommen.„Früher hieß ich immer ,Opa piekt’, jetzt heiße ich ,Opa kitzelt’ – das ist doch ein Fortschritt“, lacht er.

Anne Friederike Ziebarth

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