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Der Neujahrspokal kann kommen!

Gingst Der Neujahrspokal kann kommen!

Die Jugendfeuerwehren von Kluis, Parchtitz und Gingst trainieren gemeinsam für das große Brennball-Turnier im Februar.

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Nach dem Training wird noch eine Runde getobt. Hier zieht Toni Federowitz von der Feuerwehr Gingst eine ganze Horde an fröhlich juchzenden Nachwuchsbrandschützern durch die Gingster Sporthalle.

Quelle: Anne Ziebarth

Gingst. Zum Abschluss unserer Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ lohnt sich ein Blick auf das Spendenkonto: 21 447,96 Euro sind in den vergangenen Wochen zusammengekommen. Dankeschön allen Lesern, die sich an der Aktion beteiligt haben. Das Geld kommt den 34 Jugendfeuerwehren auf Rügen und Hiddensee zugute.Bei denen steht im Moment Brennball hoch im Kurs. Kein Wunder: Der Neujahrspokal, der am 3. Februar in Sassnitz ausgetragen wird, steht vor der Tür – hier geht es mal nicht um Feuerlöschübungen, sondern um das beste Brennball-Team. Richtig trubelig wird es derzeit zum Beispiel immer freitags in der Gingster Turnhalle. Rund 40 Kinder und Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Gingst und Kluis/Parchtitz testen Schnelligkeit und Reaktionsvermögen – mit einer Menge Spaß versteht sich.

Freundschaften gibt es quer durch die Wehren

„Im Sommer trainiert jede Jugendwehr meist für sich und wir nehmen auch einzeln an Wettbewerben Teil, aber zum Neujahrspokal starten wir mit einer Mannschaft“, erklärt Susi Koch, Jugendwartin der Feuerwehr Gingst. „Und natürlich üben wir dann vorher auch zusammen. Das macht Spaß und hat schon seit einigen Jahren Tradition“ Die Freundschaft zwischen den Jugendlichen ist längst ortsübergreifend. Alissa (12) aus der Feuerwehr Parchtitz/Kluis und Charlotte (11) von den Gingstern haben sich beim gemeinsamen Training kennen und schätzen gelernt. „Ich bin erst seit einem halben Jahr dabei“, sagt Alissa. „Eigentlich hat mich eine Freundin überredet, die mittlerweile wieder ausgestiegen ist, aber mir gefällt es richtig gut hier.“

Persönliches Engagement führt zum Erfolg

Das liegt im Falle der Jugendwehren auch sicherlich an den beiden Jugendwartinnen Carmen Burmeister und Susi Koch. „Was Carmen für die Jugendfeuerwehr leistet, ist einfach nur fantastisch“, sagt Franziska Blum aus Gagern. „Eigentlich wollte nur meine Tochter Jasmin in die Feuerwehr. Aber nun bin ich auch begeistertes Mitglied geworden.“ Die Mitgliederzahlen bei der Jugendfeuerwehr Kluis haben sich auf stabilem Niveau eingepegelt. „Vor zehn Jahren standen wir mit drei Kindern da“, erinnert sich Carmen Burmeister. „Wir haben uns aber trotzdem entschlossen weiterzumachen und eng mit der Feuerwehr Parchtitz zusammenzuarbeiten.“ Heute zählt die Jugendfeuerwehr Gingst 20 Jugendliche in ihren Reihen, aus Kluis und Parchtitz kommen noch einmal 20 dazu. „Die Kinder kommen gern zu den Diensten, das macht mir dann auch Freude“, sagt die Leiterin der Kluiser Jugendfeuerwehr, Carmen Burmeister (31). „Wenn die Augen der Kinder funkeln, weiß ich, dass man alles richtig gemacht hat.“ Die Jugendwartin von Gingst, Susi Koch, nickt. „Ich finde es gut, wenn die Kinder zu einem Team zusammen wachsen und die Großen, die Kleinen unterstützen, sie auch trotz eines großen Altersunterschiedes viel Spaß zusammen haben“, betont Susi Koch.

Kinderfeuerwehren auf den Weg gebracht

Die Jugendwartin, die bereits seit 15 Jahren ihren Posten innehat, ist ebenfalls durch ihr Engagement bekannt. „Karina Lange hat mir schon im Alter von drei Jahren erklärt, dass sie bald in die Jugendfeuerwehr kommen möchte“, erzählt sie eine Geschichte, die sich vor rund dreizehn Jahren abgespielt hat. „Da es damals auf Grund der Feuerwehrunfallkasse noch nicht möglich war Kinder unter zehn Jahren in die Feuerwehr aufzunehmen, kämpften wir dafür. In Gingst kam es dann zu einem Gemeindevertreter-Beschluss und die Kinder ab sechs Jahren konnten mit Hilfe einer privaten Versicherung in die Feuerwehr aufgenommen werden.“ Mit den Jahren lenkte dann auch die Feuerwehrunfallkasse ein und gab den Weg für die Kinderfeuerwehr in MV frei.

Anne Friederike Ziebarth

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