Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Der Neujahrspokal kann kommen
Vorpommern Rügen Der Neujahrspokal kann kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.01.2018
Nach dem Training wird noch eine Runde getobt. Hier zieht Toni Federowitz von der Feuerwehr Gingst eine ganze Horde an fröhlich juchzenden Nachwuchsbrandschützern durch die Gingster Sporthalle. Quelle: Fotos: Anne Ziebarth, Uwe Driest
Anzeige
Gingst

. Zum Abschluss unserer Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ lohnt sich ein Blick auf das Spendenkonto: 21447,96 Euro sind in den vergangenen Wochen zusammengekommen. Dankeschön allen Lesern, die sich an der Aktion beteiligt haben. Das Geld kommt den 34 Jugendfeuerwehren auf Rügen und Hiddensee zugute.

Spendenkonto der OZ-Weihnachtsaktion steht bei über 21000 Euro / 34 Jugendfeuerwehren profitieren

Bei denen steht im Moment Brennball hoch im Kurs. Kein Wunder: Der Neujahrspokal, der am 3. Februar in Sassnitz ausgetragen wird, steht vor der Tür – hier geht es mal nicht um Feuerlöschübungen, sondern um das beste Brennball-Team. Richtig trubelig wird es derzeit zum Beispiel immer freitags in der Gingster Turnhalle. Rund 40 Kinder und Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Gingst und Kluis/Parchtitz testen Schnelligkeit und Reaktionsvermögen – mit einer Menge Spaß versteht sich.

„Im Sommer trainiert jede Jugendwehr meist für sich und wir nehmen auch einzeln an Wettbewerben teil, aber zum Neujahrspokal starten wir mit einer Mannschaft“, erklärt Susi Koch, Jugendwartin der Feuerwehr Gingst. „Und natürlich üben wir dann auch zusammen. Das macht Spaß und hat schon seit einigen Jahren Tradition“ Die Freundschaft zwischen den Jugendlichen ist längst ortsübergreifend.

Alissa (12) aus der Feuerwehr Parchtitz/Kluis und Charlotte (11) von den Gingstern haben sich beim gemeinsamen Training kennen und schätzen gelernt. „Ich bin erst seit einem halben Jahr dabei“, sagt Alissa. „Eigentlich hat mich eine Freundin überredet, die mittlerweile wieder ausgestiegen ist, aber mir gefällt es richtig gut hier.“

Das liegt im Falle der Jugendwehren auch klar an den beiden Jugendwartinnen Carmen Burmeister und Susi Koch. „Was Carmen für die Jugendfeuerwehr leistet, ist einfach nur fantastisch“, sagt Franziska Blum aus Gagern. „Eigentlich wollte nur meine Tochter Jasmin in die Feuerwehr. Aber nun bin ich auch begeistertes Mitglied geworden.“

Die Mitgliederzahlen bei der Jugendfeuerwehr Kluis haben sich auf stabilem Niveau eingepegelt. „Vor zehn Jahren standen wir mit drei Kindern da“, erinnert sich Carmen Burmeister. „Wir haben uns aber trotzdem entschlossen weiterzumachen und eng mit der Feuerwehr Parchtitz zusammenzuarbeiten.“ Heute zählt die Jugendfeuerwehr Gingst 21 Jugendliche in ihren Reihen, aus Kluis und Parchtitz kommen noch einmal 20 dazu.

„Die Kinder kommen gern zu den Diensten, das macht mir dann auch Freude“, sagt die Leiterin der Kluiser Jugendfeuerwehr, Carmen Burmeister (31). „Wenn die Augen der Kinder funkeln, weiß ich, dass man alles richtig gemacht hat.“

Die Jugendwartin von Gingst, Susi Koch, nickt. „Ich finde es gut, wenn die Kinder zu einem Team zusammen wachsen und die Großen, die Kleinen unterstützen, sie auch trotz eines großen Altersunterschiedes viel Spaß zusammen haben“, betont Susi Koch.

Die Jugendwartin, die bereits seit 15 Jahren ihren Posten innehat, ist ebenfalls durch ihr Engagement bekannt. „Karina Lange hat mir schon im Alter von drei Jahren erklärt, dass sie bald in die Jugendfeuerwehr kommen möchte“, erzählt sie eine Geschichte, die sich vor rund dreizehn Jahren abgespielt hat. „Da es damals auf Grund der Feuerwehrunfallkasse noch nicht möglich war Kinder unter 10 Jahre in die Feuerwehr aufzunehmen, kämpften wir dafür. In Gingst kam es dann zu einem Gemeindevertreter-Beschluss und die Kinder ab sechs Jahren konnten mit Hilfe einer privaten Versicherung in die Feuerwehr aufgenommen werden.“ Mit den Jahren lenkte dann auch die Feuerwehrunfallkasse ein und gab den Weg für die Kinderfeuerwehr in MV frei.

Wir danken: Hannelore und Helmut Stäge (30), Ute und Reiner Keck (50), Hannelore Troche (20), Helene Jegodzienski (30), Ingrid und Siegfried Siebler (25), Susanne und Peter Seeck (20), Ingrid Gau (20), Sieglinde und Uwe Striesow (20), Bärbel und Egon Wüstenberg (50), Roswitha und Manfred Genke (40), Mathias Müller (10), Monika Geller (100), Bernhard Kraft (50), Petra Klitzsch (20), Antje Tammert (20), Ilona und Wolfgang Kliesow (100), Ulf Kruse (30), Petra und Andreas Rutkowski (30), Simone und Holger Hojenski (20), Sieglinde Heil (20), Anneliese Gerda Guhlke (10), Siegrun und Uwe Fildebrandt (30), Stralsunder Wach- und Sicherheitsdienst GmbH (400).

Anne Ziebarth

Mehr zum Thema

66300 Euro für den Greifswalder Kinderhospizverein zusammen

29.12.2017

Auch Spende vom Sonderpädagogischen Förderzentrum

30.12.2017

Stralsunder haben tausende Tafeln Schokolade, Weihnachtspäckchen und viel Geld gespendet, um Heimkindern in Weißrussland eine Freude zu machen. Doch vor den Helfern liegt jetzt ein weiter Weg.

31.12.2017

Urlauber traten Heimreise einen Tag später an / Umleitung wegen Dauerbaustelle an B 96 verschärft chaotische Verkehrssituation

03.01.2018

Gastronomen in Vorpommern greifen wegen des Fachkräftemangels zu ungewöhnlichen Methoden

03.01.2018

Urlauber traten Heimreise von der Insel Rügen einen Tag später an / Umleitung wegen Dauerbaustelle an B96 bewirkt kilometerlange Rückstaus

02.01.2018
Anzeige