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Der Tod spielt Kontrabass

Lauterbach Der Tod spielt Kontrabass

In der „Petite Orangerie“ Lauterbach sind Werke des Künstlers Hanns Studer zu sehen

Lauterbach. Das wohl ernsteste Thema der Welt mit Leichtigkeit zu versehen, ist eine heikle Angelegenheit. In der kleinen Orangerie des Künstlerpaares Hanns und Kilian Studer können Besucher noch bis zum 14. Oktober sehen, wie dieser Spagat gelingt. Zu sehen sind Farbholzschnitte des mittlerweile 97-jährigen Künstlers Hanns Studer, die in den 90er Jahren entstanden sind und das Motiv des Totentanzes aufgreifen. „Der Tod kommt zu allen“, erklärt Kilian Studer die bereits aus dem Mittelalter bekannte Darstellungsform des tanzenden Sensenmannes, der schlussendlich Bürger, Bettler und auch Edelleute mit sich nimmt. In Studers Interpretationen kommt das Thema der Musik und der Instrumente hinzu. Auf den kleinen, nur rund 17 mal 10 Zentimeter großen Holzschnitten arbeitet sich der Tod einmal am Kontrabass ab , in einem anderen spielt er Piccoloflöte im Duett mit einem Clown. „Die Inspiration hierzu hat mein Mann in Basel gefunden, wo er lange Zeit gelebt hat“, beschreibt Kilian Studer. „Das Motiv des Totentanzes findet sich unter anderem an der alten Mauer der Predigerkirche.“ Auch Piccoloflöten haben einen Klang, der für die Baseler eine ganz besondere Bedeutung hat. Während der dreitägigen Baseler Fasnacht ziehen Cliquen mit Musikinstrumenten durch die Innenstadt. Zum Teil sind die Spieler auch alleine noch nach den Feiern in der Nacht unterwegs und spielen auf ihren Instrumenten, was den Nächten eine mystische Atmosphäre verleiht. Ein bisschen von dieser Stimmung findet sich auch in den Holzschnitten Studers. Leicht, vielschichtig aber unmissverständlich verkörpern sie das Normale am Tod. Die Ausstellung in der Straße Neuendorf 3 ist Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Oder nach telefonischer Anmeldung unter der Nummer: ☎ 038301/882484

OZ

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