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Der mysteriöse Tod der Clara S.

Sassnitz Der mysteriöse Tod der Clara S.

Das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wird am kommenden Freitag in Sassnitz bei einer Buchpräsentation in „Dahlmanns Bazar“ in der Altstadt aufgeschlagen.

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Marlen Melzow und Volkmar Billig lesen in „Dahlmanns Bazar“, dem Refugium für Freunde der Inselliteratur, das sie in der Sassnitzer Altstadt geschaffen haben, in „Glaube, Führer, Hoffnung — Der Untergang der Clara S.“ von Susanne und Jan Peter Wiborg.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. Das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wird am kommenden Freitag in Sassnitz bei einer Buchpräsentation in „Dahlmanns Bazar“ in der Altstadt aufgeschlagen. Dort stellen die Autoren Susanne und Jan Peter Wiborg ihr viel beachtetes Werk „Glaube Führer, Hoffnung — Der Untergang der Clara S.“ vor. Mit dem Buch beleuchten sie speziell die weibliche Seite des Fanatismus in der NS-Zeit und zugleich ein Kapitel der eigenen Familiengeschichte. Denn Grundlage für das Buch war ein Bündel Briefe. Geschrieben hat sie die Tante der Autoren, Clara S. Im Frühjahr 1945 gerade mal 24 Jahre alt, glaubt die naiv-verblendete Hitler-Anhängerin, die als Führerin im Bund Deutscher Mädel aktiv ist, endlich gefunden zu haben, wonach sie immer gesucht hat — das wahre, das „heroische“ Leben. Davon künden die Briefe, die Clara S. nur wenige Wochen vor dem Kriegsende an ihre Mutter geschrieben hat. „Wir sind unsterblich im Ring des Lebens, Muttilein, das sind österliche Gedanken, die nun doch kommen und mich froh machen“, heißt es in ihrem letzten Brief, den sie am 31. März 1945 verfasst hat, drei Tage vor ihrem mysteriösen Tod im Wald in der Stubnitz bei Sassnitz. Diese einzigartigen Zeitdokumente haben den Krieg überdauert. Sie wurden nach dem Tod der Großmutter den Wiborg-Geschwistern vermacht. Die haben sich — sieben Jahrzehnte nach Kriegsende — auf Spurensuche begeben und haben versucht zu ergründen, was ihre Tante zur naiven und bis in den Tod gläubigen Hitler-Anhängerin gemacht hat. Neben der Lesung aus ihrem Werk werden Susanne und Jan Peter Wiborg am Freitag den Insulanern und Gästen auch über ihre Recherchen auf Rügen berichten.

Buchpräsentation: Freitag, dem 6. Mai, 19 Uhr, Dahlmanns Bazar in Sassnitz, Voranmeldung erbeten unter ☎ 038392 / 67 74 76

OZ

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„Ich sitze an der Bar, mit 'nem Drink und 'ner Cigar, da schleicht herein der Sensenmann, macht mich blöde von der Seite an“, singt Udo Lindenberg. Für sein neues Album hat er zwar schon mal selbst seinen Nachruf verfasst, aber: „Ey sorry, ich kann hier echt noch nicht weg.“

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