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Rügen Deutsche Bernsteinkönigin gekrönt
Vorpommern Rügen Deutsche Bernsteinkönigin gekrönt
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00:00 16.10.2017
Göhren

Am Ende war vielleicht nur noch Ihre Majestät überrascht vom eigenen Erfolg. Antonia Fritz aus Gager ist am Sonnabend in der Göhrener Nordperdhalle zur neuen Deutschen Bernsteinkönigin gewählt worden. „Mein Herz klopft wie wild, ich glaub, es hüpft gleich raus“, sagte die erst 18-jährige Krankenpflegerin. Das je zur Hälfte von Jury und den rund 250 Gästen bestimmte Votum fiel deutlich zu ihren Gunsten aus. Dabei betonte jedes Mitglied der aus Amtsinhaberin Maxi Diwisch, Bürgermeister Wolfgang Pester, Anna-Theresa Hick (Störtebeker-Festspiele), Autohändler Thomas Behrenwolt und Jens-Uwe Berndt, Lokalchef der OSTSEE-ZEITUNG, bestehenden Jury, wie schwer die Entscheidung angesichts starker Teilnehmerinnen gefallen sei.

In drei Runden hatten sich die neun Bewerberinnen, darunter auch die von einem Kamera-Team begleitete RTL-Moderatorin Anne Saha, den Gästen präsentiert: in einer persönlichen Vorstellungsrunde, einer Präsentation von Bernstein-Schmuck sowie im Abendkleid. Antonia Fritz machte dabei die beste Figur und wird nun für zwei Jahre als Bernsteinkönigin das Ostseebad und die Insel auf Veranstaltungen und Messen repräsentieren.

Eine entscheidende Rolle dürfte neben Charme und Anmut der Bewerberin auch deren Herkunft gespielt haben. Das deutlich von Einheimischen dominierte Publikum legte großen Wert darauf, dass eine Kandidatin vom Mönchgut die mit 200 Steinen besetzte Bernsteinkrone, das Diadem im Wert von 1000 Euro sowie den Gutschein für Abendmode erhält. „Wir haben natürlich unsere gewählt, die vom Mönchgut“, sagte daher auch Ilona Koldevitz aus Göhren. Sie nahm gemeinsam mit ihrem Mann bisher an jedem Bernsteinfest teil. Ihre Gunst vergab sie „weniger nach dem Aussehen, als nach dem Auftreten“. Ohnehin hätten die Kleider an allen Bewerberinnen gut ausgesehen. Beispielsweise an Charlotte Willich (19) und Patricia Uhle (20), den beiden nächstplatzierten Bewerberinnen.

Herausgeputzt hatte sich auch die Halle. An den Wänden schienen blaue Lampions und transparente Luftballons schwebten über den Tischen. Marine Motive an der Hallenwand erinnerten den Moderator, Schauspieler Till Demtröder, an seine Dreharbeiten für die TV-Serie „Hallo Robby“. Dessen Beiträge fand Ines Drühe-Roepke manchmal ein wenig zu anzüglich. Schließlich handele es sich um junge Amateurinnen, meinte die Frau des Thiessower Bürgermeisters.

Auf der Speisekarte des 13. Bernsteinfests standen Turkey-Burger, Fish’n Chips oder Königinnen-Bowl. Neben Einlagen einer Schweriner Showband und eines Akrobaten gab Überraschungsgast Matthias Steiner, Ex-Olympiasieger im Gewichtheben, seinen Song „Schuld ist immer nur der Trainer“ zum Besten, bevor er sich der Schlange von Selfie-Jägern zuwandte.

„Ihr seid toll, dass Ihr soviel Mut aufbringt“, rief Anna-Theresa Hick auch jenen jungen Frauen zu, für die es diesmal nicht zu einer Platzierung reichte. Für die bisherige Königin, Maxi Diwisch (35), „endet eine sehr schöne Zeit, die ich gern noch einmal verlängert hätte, wenn ich nicht in diesem Jahr Mutter einer Tochter geworden wäre“.

Uwe Driest

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