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Die Fördermittel sind da: Baubeginn beim Heimatmuseum

Göhren Die Fördermittel sind da: Baubeginn beim Heimatmuseum

Einrichtung wird in den nächsten Jahren saniert, erweitert und neu konzipiert / Museumshof kann wegen Holzgutachten vorerst nicht verpachtet werden

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Das Mönchguter Heimatmuseum in der Göhrener Strandstraße ist schon leer geräumt und wird nun Baustelle.

Quelle: Gerit Herold

Göhren. Nun kann es endlich losgehen – und eine neue Zeit beginnen: Das Geld zur Sanierung und zur Erweiterung des Mönchguter Heimatmuseums in Göhren steht zur Verfügung:

OZ-Bild

Einrichtung wird in den nächsten Jahren saniert, erweitert und neu konzipiert / Museumshof kann wegen Holzgutachten vorerst nicht verpachtet werden

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360000 Euro. Geld, das aus dem Leader-Förderprogramm kommt.

„Der Fördermittelbescheid ist da, das Geld kommt wie geplant und beantragt“, kann Bürgermeister Wolfgang Pester die frohe Botschaft verkünden. Und Kurdirektor Jörn Fenske hat schon den Baubeginn im Blick: „Wir rechnen mit Ende Juni, Anfang Juli. Jetzt laufen die Ausschreibungen.“

Um die Mönchguter Museen zukunftsfähig zu machen, soll das Heimatmuseum neu konzipiert und zum „Pommerschen Trachtenmuseum“ als wissenschaftlich arbeitendes Museum entwickelt werden. Im ersten Schritt soll neben der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes in der Strandstraße ein moderner Erweiterungsbau errichtet werden. Im zweiten Schritt sollen dann für die Finanzierung der inhaltlichen Erneuerungen im Museum über die Kommunalgemeinschaft Pomerania Mittel fließen. Dazu haben Göhren und die polnischen Städte Walcz und Karlino im letzten Jahr eine Partnerschaftsvereinbarung getroffen. Das untereinander abgestimmte Ausstellungskonzept stehe bereits, aber der entsprechende Antrag für das Förderprogramm könne erst im September gestellt werden, informiert Kurdirektor Jörn Fenske. Ende Oktober falle dann die Entscheidung, ob das Projekt den Zuschlag bekommt. „Man hat uns gute Hoffnungen gemacht“, ist Bürgermeister Wolfgang Pester optimistisch.

Einen Rückzieher musste die Gemeinde dagegen beim Museumshof machen. Der Hof mit dem ehemaligem Museumsverwaltungsgebäude und der Ausstellungsscheune sowie auch das Areal am Museumsschiff „Luise“ am Südstrand sollen künftig nicht wie das Heimatmuseum vom kommunalen Eigenbetrieb Kurverwaltung, sondern von einem Pächter betrieben werden. Nach einem Interessenbekundungsverfahren sei auch ein Betreiber gefunden worden, der probehalber erst einmal für ein Jahr den Hof mit Gastronomie und Kunst wiederbeleben wollte. Danach sollte über einen langen Zeitraum und eine Erbbaupacht nachgedacht und neu ausgeschrieben werden. Doch zur Unterzeichnung des Jahresvertrages kam es dann doch nicht. Grund ist ein Holzgutachten. Dies habe ergeben, dass das zu DDR-Zeiten gängige Holzschutzmittel Hylotox verwendet wurde. „Wir müssen das jetzt abprüfen hinsichtlich möglicher Gesundheitsgefährdungen, erst dann können wir an Verpachtung oder Vermietung denken“, erklärt Wolfgang Pester.

Wann das sanierte Heimatmuseum und der neue Ausstellungsbereich für die Besucher komplett geöffnet werden, ist derzeit noch vage. Bis spätestens 2019 soll alles komplett sein. Der neue Anbau wird mit dem Heimatmuseum verbunden sein und eine Holzfassade bekommen. Er wird optisch zurückgenommen, so dass das Heimatmuseum im Ensemble dominant bleibt. Der moderne, zweistöckige Anbau soll mit Erdwärme betrieben werden sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Die Gebäudefront bleibt fensterlos, in der zweiten Etage ist ein Fensterschlitz geplant, damit die Textilien vor zu starkem Lichteinfall geschützt werden. In dem neuen Haus wird auch ein 50 Quadratmeter großer Raum Platz bieten für Bildungs- und Forschungsarbeit. Neben der Mönchguter Tracht stehen dabei die Belbucker Bauerntracht und die Weizackertracht im Fokus.

Im Heimatmuseum sollen die Ausstellungsräume heller und offener werden. Die Geologieausstellung in der oberen Etage und die wechselnden Schauen in der unteren bleiben. Zudem soll den Besuchern der Weg „Schaf-Wolle-Flachs-Tracht“ anschaulich nahegebracht werden. Auch die Mönchguter Kindertanzgruppe soll zukünftig stärker mit eingebunden werden.

Gerit Herold

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