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Rügen Die Müllers zog es von der Saale an den Focker Strom
Vorpommern Rügen Die Müllers zog es von der Saale an den Focker Strom
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00:00 25.11.2016
Sie lieben große Hunde: Monika und Klaus Müller mit ihrer sieben Jahre alten Berner Sennenhündin Kira.

. Die siebenjährige Berner Sennenhündin Kira tobt ausgelassen durch den Garten und kündigt mit lautem Bellen an, dass Besuch vor dem Haus steht. „Wir haben schon immer große Hunde“, sagt Hausherr Klaus Müller. Und die gehorchen offensichtlich aufs Wort. Kira jedenfalls zieht sich ohne einen weiteren Mucks zurück, als der „Chef“ ihr das befiehlt.

Mit seiner Frau Monika lebt Klaus Müller nun schon 41 Jahre in dem 1830 erbauten ehemaligen Büdnerhaus in Mursewiek. Zweimal haben es die Müllers saniert. Als sie es gekauft hatten, war es sehr marode. „Es gab nur einen Kachelofen, und fließendes Wasser hatten wir auch nicht“, erinnert sich die 63-Jährige, deren Urgroßeltern bereits im Dorf gelebt hatten.

1972, beim Tanz in einer heute nicht mehr existierenden Gaststätte in Waase, hatte Monika den jungen Hallenser Klaus kennen gelernt. Der musste allerdings bald wieder zurück in seine Heimat. Weil es damals kein Telefon, kein Internet und keine Emails gab, und das verliebte Paar nicht ewig eine Fernbeziehung führen wollte, läuteten schon ein Jahr später die Hochzeitsglocken. Zwei Jahre lebten die Beiden in Sachsen-Anhalt, dann ging es zurück auf die Insel.

Vier Kinder, einen Sohn und drei Töchter, haben sie. Der heute 69 Jahre alte Klaus arbeitete als Schlosser und Koch beim VEG Ummanz, dann ging er für fünf Jahre zur Volkspolizei, um bis zur Wende zum Ummanzer VEG zurück zu kehren. Monika hat in Gingst als Sekretärin und Ökonomin gearbeitet.

Nach der Wende fielen die Müllers – wie viele andere – in ein „riesengroßes Loch“. Es folgten Umschulungen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, bis Monika schließlich bei der Ummanz-Keramik eine neue Beschäftigung gefunden hat. Im kommenden Jahr geht sie nun in Rente.

Langweilig wird es ihr nicht werden, denn Haus und Garten, Hund und Familie erfordern viel Aufmerksamkeit. Monikas Vater lebt bei einem ihrer beiden Brüder ebenfalls im Dorf, und die Kinder kommen oft zu Besuch. Auch der älteste Enkel, der 17-jährige Dominik, lässt sich mehrmals im Jahr bei Opa und Oma blicken. S. Gilbert

OZ

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