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Rügen Die Ozeane brauchen eine Chance
Vorpommern Rügen Die Ozeane brauchen eine Chance
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00:00 05.12.2015
Die Illustratorin Anna Mandel und der Präsident der Meeresschutzorganisation Deepwave, Dr. Onno Groß, in der Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern — heute — morgen“, die am Freitag im Meeresmuseum eröffnet wurde. Quelle: Jens-Peter Woldt
Stralsund

Sie ist klein, hinterlässt aber Spuren im Kopf: Die Sonderausstellung „Unser Blauer Planet: gestern — heute — morgen“ wurde am Freitag im Meeresmuseum in Stralsund eröffnet. Ihre deutliche Botschaft fasste Museumsdirektor Dr. Harald Benke mit den Worten zusammen: „Unser Umgang mit den Weltmeeren muss sich grundlegend ändern, wenn wir überleben wollen.“

Am Beispiel der Ökosysteme Nordsee, Hochsee, Tiefsee, Tropenmeer und Eismeer wird dargestellt, wie reichhaltig die Ozeane in der Vergangenheit waren und wie bedroht sie heute sind. Vor allem aber zeigen die Initiatoren von der Meeresschutzorganisation Deepwave, dass es Alternativen gibt. Sie lassen den Betrachter der Schautafeln nicht mit dem Horrorszenario eines sterbenden Ozeans allein. Sie erklären, wie zum Beispiel mit Hilfe von Schutzzonen in der Nordsee Fischbestände und Schweinswalpopulation wieder gesunden können. Deepwave-Gründer und -Präsident Dr. Onno Groß: „Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die Menschheit über die Ozeane weiß. Das wollen wir ändern.“

Dabei verwies der Meeresbiologe und Journalist auf eine Fibel, die begleitend zur Ausstellung erschienen ist. Sie wurde speziell aufbereitet für die Arbeit mit Kindern. Die Illustrationen stammen aus der Feder der Künstlerin Anna Mandel. „Ich habe mich bewusst für Zeichnungen und gegen Fotografien entschieden.

Ein Foto vermittelt eine reine Information. Eine Zeichnung hat das menschliche Bewusstsein schon einmal durchlaufen und weckt dadurch viel stärkere Emotionen.“ Das werde ihr auch immer wieder deutlich, wenn sie selbst mit den Mädchen und Jungen Kindern arbeite. Sie habe einen Jungen erlebt, der weinte, als er auf dem Heute-Bild einen Delphin in einem Fischernetz sterben sah und eine Minute später beim Blick auf das Morgen-Bild, dass den möglichen Ausweg aus der Katastrophe darstellt, erleichtert aufatmete. Wie wichtig Zeichnungen sind, sei ihr auch beim Rundgang durch das Meeresmuseum bewusst geworden. Die Exposition habe durch die vielen Arbeiten des langjährigen Ausstellungsgestalters Roland Heppert etwas ganz Besonderes. Sehr wichtig sei es, Kinder zu sensibilisieren. „Wir Erwachsenen sind übersättigt, hören gar nicht mehr hin, wenn wir mit den Problemen konfrontiert werden. Kinder sind anders, vor allem, wenn wir Auswege darstellen, erklären, dass es auch anders geht.“ Sowohl Anna Mandel als auch Onno Groß machten deutlich, dass es nicht darum geht die Ozeane für die Menschen zu retten. „Wir dürfen uns nicht immer im Mittelpunkt sehen“, sagte Mandel. „Wir sind nur ein kleiner Teil dieses Planeten, der zu 70 Prozent von den Weltmeeren bedeckt ist.“



Jens-Peter Woldt

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